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	Kommentare zu: Offener Brief an den S. Fischer Verlag	</title>
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	<description>Verstehen heißt immer verstehen was auf dem Spiel steht</description>
	<lastBuildDate>Wed, 21 Oct 2020 15:42:07 +0000</lastBuildDate>
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		<title>
		Von: Richard Ellinorsson		</title>
		<link>https://www.hannah-arendt.de/2020/10/offener-brief-an-den-s-fischer-verlag/#comment-216</link>

		<dc:creator><![CDATA[Richard Ellinorsson]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Oct 2020 15:42:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Offener Brief an S. Fischer : 

Sehr geehrte Damen und Herren, 

Ich bin durch Neigung und frühe Prägung ein Mensch der Bücher und habe eine Bibliothek von einigen tausend Bänden geerbt, die ich in den letzten  Jahren nach Kräften auszubauen bemüht war. Dabei waren  die von ihrem Haus verlegten Autoren und Werke ein selbstverständlicher, ja unverzichtbarer Bestandteil.
Mit grossem Bedauern habe ich gestern von  ihrer Entscheidung zur Trennung von Monika Maron erfahren. 
Einen solch unsouveränen, geradezu servil anmutenden  Akt der hechelnden Zeitgeisthuldigung hätte ich von ihrem Hause nie erwartet. 
Was für eine Demütigung für eine grosse, unbequeme Autorin und was für eine Dürftigkeit des Urteils hinsichtlich der Halbwertszeit der gegenwärtigen medial inszenierten Hysterien...
Ich habe die Vierzig schon überschritten und es mag sein, dass meine Freude an der Verbindung von haptischer und intellektueller Stimulation in wenigen Jahren kaum noch nachvollziehbar erscheint.
Trotzdem habe ich noch die Hoffnung, meine Bücher eines Tages, wenigstens zum Teil, in liebevolle Hände weiterzugeben. 
Ich überlasse es der nächsten Generation, dann auch wieder Bücher des S.Fischer Verlages zu erwerben.

Hochachtungsvoll R.Ellinorson]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Offener Brief an S. Fischer : </p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren, </p>
<p>Ich bin durch Neigung und frühe Prägung ein Mensch der Bücher und habe eine Bibliothek von einigen tausend Bänden geerbt, die ich in den letzten  Jahren nach Kräften auszubauen bemüht war. Dabei waren  die von ihrem Haus verlegten Autoren und Werke ein selbstverständlicher, ja unverzichtbarer Bestandteil.<br>
Mit grossem Bedauern habe ich gestern von  ihrer Entscheidung zur Trennung von Monika Maron erfahren.<br>
Einen solch unsouveränen, geradezu servil anmutenden  Akt der hechelnden Zeitgeisthuldigung hätte ich von ihrem Hause nie erwartet.<br>
Was für eine Demütigung für eine grosse, unbequeme Autorin und was für eine Dürftigkeit des Urteils hinsichtlich der Halbwertszeit der gegenwärtigen medial inszenierten Hysterien…<br>
Ich habe die Vierzig schon überschritten und es mag sein, dass meine Freude an der Verbindung von haptischer und intellektueller Stimulation in wenigen Jahren kaum noch nachvollziehbar erscheint.<br>
Trotzdem habe ich noch die Hoffnung, meine Bücher eines Tages, wenigstens zum Teil, in liebevolle Hände weiterzugeben.<br>
Ich überlasse es der nächsten Generation, dann auch wieder Bücher des S.Fischer Verlages zu erwerben.</p>
<p>Hochachtungsvoll R.Ellinorson</p>
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			</item>
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		<title>
		Von: Frank W. Haubold		</title>
		<link>https://www.hannah-arendt.de/2020/10/offener-brief-an-den-s-fischer-verlag/#comment-215</link>

		<dc:creator><![CDATA[Frank W. Haubold]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Oct 2020 08:04:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die zeitgeisthörigen Entscheiddungsträger bei S. Fischer entledigen sich in vorauseilendem Gehorsam gegenüber der politmedialen Obrigkeit einer ebenso renommierten wie kritischen Schriftstellerin und merken dabei noch nicht einmal, wie sehr sie damit den Erfüllungsgehilfen der roten und braunen Sozialisten ähneln. Samuel Fischer, der Namensgeber des Verlags, der zahlreichen nonkonformistischen Schriftstellern eine verlegerische Heimstatt gab, würde sich im Grabe umdrehen, wenn er wüsste, wie seine Nachfolger den einst renommierten Verlag literarisch und moralisch ruinieren. Nun stehen also &quot;Munin&quot; und &quot;Artur Lanz&quot; wie dereinst in der DDR &quot;Flugasche&quot; für ideologisch unerwünschte Literatur. Ein Trost allerdings bleibt: An Monika Maron und ihr Werk wird man sich auch dann noch erinnern, wenn die Namen der heutigen Kultur-Apparatschiks von S. Fischer längst vergessen sind so wie heute die der damaligen SED-Kulturfunktionäre.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die zeitgeisthörigen Entscheiddungsträger bei S. Fischer entledigen sich in vorauseilendem Gehorsam gegenüber der politmedialen Obrigkeit einer ebenso renommierten wie kritischen Schriftstellerin und merken dabei noch nicht einmal, wie sehr sie damit den Erfüllungsgehilfen der roten und braunen Sozialisten ähneln. Samuel Fischer, der Namensgeber des Verlags, der zahlreichen nonkonformistischen Schriftstellern eine verlegerische Heimstatt gab, würde sich im Grabe umdrehen, wenn er wüsste, wie seine Nachfolger den einst renommierten Verlag literarisch und moralisch ruinieren. Nun stehen also „Munin“ und „Artur Lanz“ wie dereinst in der DDR „Flugasche“ für ideologisch unerwünschte Literatur. Ein Trost allerdings bleibt: An Monika Maron und ihr Werk wird man sich auch dann noch erinnern, wenn die Namen der heutigen Kultur-Apparatschiks von S. Fischer längst vergessen sind so wie heute die der damaligen SED-Kulturfunktionäre.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Jürgen Probst		</title>
		<link>https://www.hannah-arendt.de/2020/10/offener-brief-an-den-s-fischer-verlag/#comment-214</link>

		<dc:creator><![CDATA[Jürgen Probst]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Oct 2020 14:42:52 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.hannah-arendt.de/?p=1138#comment-214</guid>

					<description><![CDATA[Ich habe mich über den offenen Brief gefreut.
Auch ich habe gerade den Verlag angeschrieben. Mein letzter Satz war: Schämen Sie sich!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe mich über den offenen Brief gefreut.<br>
Auch ich habe gerade den Verlag angeschrieben. Mein letzter Satz war: Schämen Sie sich!</p>
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