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	<title>Gewalt - Hannah Arendt - Der Sinn von Politik ist Freiheit</title>
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	<description>Verstehen heißt immer verstehen was auf dem Spiel steht</description>
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		<title>Das Ende der Verklärung - Teil2: Die Verklärten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Peter Levin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Dec 2024 16:11:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bürgerkrieg]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche und Juden]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Gesetz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Heiligenschein der Erde Eine geniale Synthese von revolutionärem und katastrophalem Subjekt gelang jahrelang jenen, die heute auf dem Zenit der Selbstverliebtheit das Ende der Verklärung verkörpern: den Grünen. Ihnen gelang über Jahrzehnte die Quadratur des Kreises, da sie die... <a class="more-link" href="https://www.hannah-arendt.de/2024/12/das-ende-der-verklaerung-teil2-die-verklaerten/">Weiterlesen &#8594;</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="Normal tm5"><strong><span class="tm6">Im Heiligenschein der Erde</span></strong></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm7">Eine geniale Synthese von revolutionärem und katastrophalem Subjekt gelang jahrelang jenen, die heute auf dem Zenit der Selbstverliebtheit das Ende der Verklärung verkörpern: den Grünen. Ihnen gelang über Jahrzehnte die Quadratur des Kreises, da sie die Katastrophenszenarien der Menschen-als-Bombe mit den Bomben im Befreiungskampf der kolonialisierten Menschen zu verbinden wussten. Wir können es nur bewundernd feststellen und als Phänomen beschreiben. Entkolonialisiert wurde ab den 60er Jahren alles und alle: Afrikaner und Algerier, Kinder und Inder, Frauen und Familienkonzepte, Hochschulen im Allgemeinen und die Geisteswissenschaften im Besonderen. Immer mehr Kinder mit der Gnade der späten Geburt empfanden sich als mitten im Befreiungskampf, den ihre Eltern nicht gekämpft hatten. Selbst Judenselektion fand wieder statt (Entebbe) und linker Antisemitismus war hoffähig. Während der „Club of Rome“ den Endkampf um die zu Ende gehenden Ressourcen proklamierte, riefen die Grünen zur Entwaffnung Europas auf. Ich setze 1994 als Übergangsjahr von der Verliebtheit zur Verklärung an, da damals das erste Mal ein friedliches Land der Welt (Ukraine) freiwillig seine nukleare Bewaffnung aufgab.</span></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm7">Wie die Grünen all diese Stränge der Geschichte verbanden, bleibt rätselhaft und die Absurdität des Unterfanges zeigte sich überdeutlich im Zerfall. Zuerst stand, durch den Zusammenbruch der UdSSR, die Welt der Verliebten auf dem Kopf. Die neue Katastrophisierung wurde zwar schon seit 1988 (James Hansen vor dem US-Senat) vorbereitet, nahm aber erst Mitte der 1990er volle Fahrt auf. Angela Merkel wurde spätestens 1995 bei einer ihrer ersten Klima-Konferenzen initiiert. Nun folgte eine Konferenz der nächstem, die das neue Bombenszenario und die neue Qualität des Selbstmordattentats ausgestaltete. Wir kamen in die planetarische Phase der Verklärung der Erde zum revolutionären Subjekt und dem Wetter zum kollektiven Selbstmordattentat. Die Bombe des explosiven (exponentiellen) Wachstums der Weltbevölkerung hatte nicht die vorhergesagte Verheerung provoziert. Im Gegenteil, die Menschheit wurde mehr und die Armut nahm ab. Indien versank nicht in Armut, sondern wurde zu einem Nahrungsmittelproduzent für andere Länder. </span></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm7">Anfang des 21. Jahrhunderts wurde dann die neue Bombe scharf gemacht. Das explosive (wieder: exponentielle) Wachstum der Kohlenstoffe bedrohte nun nicht mehr die „Menschheit“, sondern das neue Objekt der Verliebten: die Erde. </span></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm7">Im Gegensatz zum Gewusel der Menschen in der Menschheit eignet sich die menschenleere Erde viel besser zur Idealisierung und Verklärung. Die Verzückung über die neue Ikone wurde durch eine Verrückung der Perspektive möglich. Das Bild des Planeten vom Weltall aus gesehen zeigt die Atmosphäre als Heiligenschein. In einer Parallelaktion wurde die Schönheit der „wilden“ Natur neu entdeckt. Dadurch bekam die Verklärung auch eine irdische Aufladung und einen politischen Auftrag: die Reinheit der wilden und schönen Erde vor ihren unreinen und hässlichen Bewohnern zu schützen.</span></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm7">Im Übergang von der Verliebtheit zur Verklärung werden Menschen kindlich und kindisch. Ihr Bild der, angeblich vom Menschen unberührten, wilden und schönen Natur wird kitschig; die Liebe zu wilden Tieren erreichte ihren kindischen Höhepunkt im Tier-Film. DreamWorks ging 2005 mit „Madagaskar“ in die Kinos, einem Film, der erzählte wie zivilisierte Zoo-Tiere ihre tierische Natur und innere Wildheit entdecken, um diese dann am Ende doch zu überwinden. Madagaskar war finanziell erfolgreich und zeigte wie Steak-Esser sich in zahme Vegetarier oder zumindest in Sushi-Liebhaber verwandeln konnten. Damit war auch die neue, klima-neutrale und wunderschön domestizierte Männlichkeit definiert. Die männliche Menopause wurde zur Verkörperung des gebändigten Mannes. Der zivilisierte Mann ist harmlos, a-sexuell, fleischlos und schwammig – und darf auch so zur EuroVision antreten. </span></p>
<p class="Normal tm5"><strong><span class="tm6">Al Gore und der Klima-Porno</span></strong></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm7">In dieser DreamWorks-Version des heilsamen Dschungels passen kindische Politiker und politisierte Kinder gut ins Bild. Im Zentrum ihrer Realität steht der planetarische Überlebenskampf der guten, wilden Natur gegen eine verruchte und unzivilisierte Menschheit. Letztere bedroht die Existenz und das Selbstbestimmungsrecht der Erde mit einem Selbstmordattentat. Um diesen Mord der Gattung an ihrem eigenen Planeten in jeder Stube und in jedem sozialen Medium omnipräsent zu inszenieren, wurden alle Register der obszönen und pornografischen Darstellung (</span><span class="tm7">Susanne Kappeler</span><span class="tm7">) gezogen. Als oberster Regisseur dieser lustvollen Ausgestaltung der Katastrophe trat die Wissenschaft auf. Diese wurde Jahr für Jahr immer politischer und immer mehr Politiker waren und empfanden sich als Wissenschaftler. Auch der neue Papst war – eigentlich – Wissenschaftler. Die Strahlkraft der Verklärung ließ Wissenschaft und Politik im neuen Glanz erscheinen und die Verliebten waren begeistert und bereit zur Ekstase: Es gibt so viel Gutes zu tun und die Leidenschaft es zu tun ergibt unvorstellbar viel Sinn.</span></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm7">Wie beim Tanz ums goldene Kalb hoffte die neue Generation, dass etwas vom Gold und dessen Glanz auch bei ihnen zu Hause landen würde. Kaum einer verkörpert diese Hoffnung auf Gewinn und Zuwachs an eigenem Glanz beim Übergang in die Verklärung besser als Al Gore. Al Gore war von 1993 bis 2001 Vize-Präsident der USA und ist der Prototyp des „Politiker als Wissenschaftler“ und des neuen revolutionären Subjekts als Katastrophengewinnler. Während er 1992 noch vor der Überbevölkerung als dem größten Problem warnte, wurde er 2006 mit seinem „Wahrheitsfilm“ weltberühmt und steinreich. Während das Polit-Ehepaar Tripper and Al Gore in den 80iger Jahren noch ganz züchtig für die Werte der Familie (family values) kämpfte und selbst die Zensurkeule gegen Künstler wie Prince (Purple Rain) und Frank Zappa auspackten, war Al Gore nach der verlorenen Wahl 2000 – die viele Demokraten als Wahlbetrug bezeichneten – lange Zeit der unbestrittene Anführer des neuen KKK, des Klima-Katastropen-Kurs. Erst durch das Auftreten des züchtigen Kindes Greta änderte sich das Bild. Mit Greta beginnt der Heiligenschein zu bröckeln. </span><span class="tm7">Sie ist der Würge-Engel der verliebten und verklärten Generationen.</span></p>
<p class="Normal tm5"><strong><span class="tm6">Ausgerechnet Kattowitz </span></strong></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm7">Als </span><span class="tm7">Greta Thunberg im Dezember 2018 </span><span class="tm7">in Kattowitz das erste Mal außerhalb Schwedens auftrat, war <a href="https://croniquessubsidiaries.org/2020/07/25/an-inconvenient-truth-for-al-gore-greta-thunbergs-effectiveness/" target="_blank" rel="noopener">Al Gore</a></span><span class="tm7"> mit von der Partie. Gerade auf dem aufsteigenden Ast ihrer messianischen Phase</span><span class="tm7">, lief ein Jahr später schon die nächste globale Panik-Show. Dadurch geriet das Gravitationszentrum des revolutionär-katastrophalen Subjekts </span><span class="tm7">endgültig aus dem Lot</span><span class="tm7">. In der Politik der Pandemie wurde deutlich, wie gut medizinische und militärische Strukturen vernetzt waren. Dieses Netz war nicht mehr mit der bedrohten Erde oder der ungebremsten Reproduktion der Gattung befasst. Ihre Bombe war wiederum das exponentielle, explosive Wachstum - diesmal der Viren. Heute geht es um die kleinsten Teile, die Abschnitte und Abschriften der Gene. D</span><span class="tm7">iese molekularen Texte können </span><span class="tm7">nur noch wenige lesen und verstehen. Noch viel wenigere können mit der der dabei verwendeten Technologie in Hochsicherheitslabors sicher umgehen und die Öffentlichkeit erfährt von diesen elementaren Forschungen fast nichts. Aber, fast alle haben ihre Konsequenzen zu spüren bekommen.</span></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm7">Die entscheidenden Forschungen im Bereich der Biotechnologie und Physik finden in geheimen, medizin-militärischen Labors, meist ohne Wissen und Kontrolle der Öffentlichkeit statt. Das hat vor 20 Jahren der ebenso mutige wie geniale Nobelpreisträger für Physik, Robert Laughlin (Stanford University) angedeutet. Er hat darauf hingewiesen, dass jene, die öffentlich über diese Tatsache der Geheimforschung oder gar deren Inhalte sprechen, <a href="https://www.youtube.com/watch?v=OeG9iLR9_nE" target="_blank" rel="noopener">drakonischen Strafandrohungen ausgesetzt sind</a>. Er selbst war kurze Zeit auf der anderen Seite, hinter dem Zaun der Geheimhaltung und hat vorhergesehen, was wir nun alle bestätigen können: Der medizinisch-militärische Komplex ist fest installiert, global vernetzt und läuft wie geschmiert. Seine Akteure müssen sich auch nicht wie Selbstmordattentäter in Tunnels verstecken. Sie bekommen öffentliche Ämter und Verdienstkreuze.</span></p>
<p class="Normal tm5"><strong><span class="tm6">Follow the scientists</span></strong></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm7">Die zuerst verliebte und dann verklärte Generation hat diese Entwicklung zuerst zugelassen und dann enthusiastisch begrüßt. Das Versagen der Klima-Bewegung schreit zum Himmel. Anstatt den Wissenschaftlern in ihre geheime Labors zu folgen und auf die Finger zu schauen, traten sie mit Füßen, was nicht nur Paulus als das Wichtigste ansah: die Liebe. Was die Verklärten der Liebe anzutun bereit sind, hat der Vatikan für die Nachwelt festgehalten</span><span class="tm7">. </span><span class="tm7">Er hat die globale Anwendung eines Toxins als Liebesdienst („gift of love“) auf einer Gedenkmünze feiern lassen. Zukünftige Archäologen werden staunen, wie einprägsam die Generation der Verklärten ihren eigenen Niedergang auf </span><span class="tm7">ein paar</span><span class="tm7"> Quadratzentimeter Metall zelebriert haben. Mit „a gift of love“ wurde bis 2020 das Lebenswerk von Johannes Paul II geehrt. Sein Nachfolger, </span><span class="tm7">Jorge Mario Bergoglio (Franziskus)</span><span class="tm7"> aus Buenos Aires, hat sich vom Viren-Teufel persönlich, von Anthony Fauci, informieren und inspirieren lassen. Das globale Verbrechen gegen die Liebe wurde als Ausdruck derselben auf Münzen verewigt – es gibt kaum ein deutlicheres Zeichen, wie sehr sich die verliebte Generation in der selbstverliebten Verklärung verloren hat.</span></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm7">Als der Doktor der Physik, Bundeskanzlerin Angela Merkel, im Bundestag den PCR-Test erklärte, stimmte nicht einer ihrer Sätze mit der Realität überein; nicht ein Wort von dem, was sie sagte, hatte medizinisch-wissenschaftlichen oder menschlichen Verstand. So ging die Phase der Verklärung zu Ende und hinterlässt einen Scherbenhaufen, den die Selbstverliebten immer noch als große reinigende Katastrophe an den Horizont der Geschichte projizieren. In Anspielung an Platons Höhlengleichnis können wir feststellen: Die Höhle ist leer, der Film ist gerissen. Der nächste Film läuft schon anderen Orts, in den Tunnels der Hamas und Hisbollah oder </span><span class="tm7">in den geheimen biotechnologischen Labors in China, der Ukraine, …. Aber, </span><span class="tm7">wer heute noch ein Leben haben will, schaut sowieso nicht mehr Filme und das Motto der nächsten Generation könnte lauten: Follow the science – notfalls auch in geheime Labors und geheime Filmstudios. </span></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm7">Die Verklärten residieren in einer untertunnelten Landschaft, die mit Pomp, Protz und Propaganda als großes Kino verkauft wird. Nur langsam kommt an: Nicht die Erde, sondern die Klima-Bewegung ist am Ende. Auch die Palästinenser sind weiter denn je von einem eigenen Staat entfernt und die PLO wird als UNO-betreute Geriatrie-Station geführt. In Gaza will - außer der Hamas - niemand mehr leben und regieren. Das „H“ der Hamas und Hisbollah steht auch nicht mehr für religiösen Eifer oder arabische Widerstandskraft, sondern für Hospiz. Die israelische Armee gewährt heute jeder neuen Führungsperson die entsprechende Sterbebegleitung. </span></p>
<p class="Normal tm5"><strong><span class="tm6">Was tun?</span></strong></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm7">Bevor Lenin auf diese Frage eingeht, exekutiert er gleich zu Beginn die Freiheit der Kritik. Heute wird sein Leichnam von Soldaten bewacht. Seine Antworten haben sich durchwegs als Desaster erwiesen, da er glaubte, die Zukunft „wissenschaftlich“ vorher sagen zu können, bevor sie auf ihn zu kam. Tatsächlich ist die Zukunft aber offen und das Ende der Verklärung böte wieder mal die Chance, ein neues und diesmal politisches Bündnis aller bürgerlichen Kräfte zu wagen.</span></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm7">Als Moses mit den 10 Geboten den Berg runter stieg und sah, wie das verlorene Volk sich in das goldene Kalb verliebt hatte, wurden ihm von Gott zwei Wege angeboten: </span></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm7">1: Ein Neubeginn mit einem neuen Volk, das alte würde Gott zerstören.</span></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm7">2: Ein Neubeginn mit dem Volk wie es ist, aber in einem neuen Bündnis mit Vertrag und Bündnistreue.</span></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm7">Moses lehnte die katastrophale Zerstörung des ganzen Volkes ab und schlug den steinigen zweiten Weg ein. Er wählte den Neubeginn in einem Vertrag unter Anerkennung der schwierigen Ausgangslage des real-existierenden Volkes. Aber auch dieser Neubeginn wurde von einem Bruder- und Schwesterkrieg eingeleitet (2 Mose, 32). Moses zog der globalen Zerstörung den begrenzten Bürgerkrieg vor. Er entschied sich aber auch für das langfristige Projekt, das verklärende Leuchten des Goldes in den matteren Glanz realer Prosperität zu verwandeln. </span></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm7">Was tun? Die goldenen Kälber schlachten anstatt die eigenen Brüder und Schwestern.</span></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm7">Die Zukunft hat gerade erst begonnen und kommt noch auf uns zu. Wir sollten den Mut zu einem neuen Bündnis aufbringen. Ein dreifaches Bündnis</span></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm7">- mit uns selbst zur Selbstaufklärung,</span></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm7">- mit den anderen zu Gestaltung der Freiheit und Produktion des Wohlstands für alle,</span></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm7">- mit Gott, zur Selbstbegrenzung der über alle Ziele hinaus schießenden Gattung. </span></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Mütterlicher Inzest - queer mothers for martyrs</title>
		<link>https://www.hannah-arendt.de/2024/06/muetterlicher-inzest-queer-mothers-for-martyrs/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Peter Levin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Jun 2024 09:04:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Das Politische]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche und Juden]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
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		<category><![CDATA[Mütterlicher Inzest]]></category>
		<category><![CDATA[Opfer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir mögen uns über „queer for Gaza“ lustig machen, weil in der aktuellen Lage „queers in Gaza“ ebenso unwahrscheinlich sind wie eine Zwei-Staatenlösung. Wir sollten uns aber eine Vorstellung von möglichen Resonanzen und realisierbaren Allianzen dieser politischen Bewegungen machen. Es... <a class="more-link" href="https://www.hannah-arendt.de/2024/06/muetterlicher-inzest-queer-mothers-for-martyrs/">Weiterlesen &#8594;</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="Normal tm5"><span class="tm6">Wir mögen uns über „queer for Gaza“ lustig machen, weil in der aktuellen Lage „queers in Gaza“ ebenso unwahrscheinlich sind wie eine Zwei-Staatenlösung. Wir sollten uns aber eine Vorstellung von möglichen Resonanzen und realisierbaren Allianzen dieser politischen Bewegungen machen. Es gibt eine gemeinsame Schwingungsebene und Stimmung von Queer-Gaza, Hamas-Gaza und der brutalen Naivität jener, die einen Staat-Gaza propagieren: die Normalisierung des mütterlichen Inzests. Ich werde zeigen, wie Täter-Opfer-Umkehr in der Sympathie für eine gute, mütterliche Gewalt und in der Bereitschaft, die Sexualität des Sohnes oder den Sohn selbst zu opfern, entsteht.</span></p>
<p class="Normal tm5"><strong><span class="tm6">Mütterlicher Inzest gilt als normal und harmlos</span></strong></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm6">Wem der Ausdruck „mütterlicher Inzest“ absonderlich erscheint, kann sich mittels folgender Fragen dem Thema nähern: Wie viele Mütter kenne ich, die zumindest zeitweise das Gefühl haben, ihr Kind vor dem Vater beschützen zu müssen? Wie viele Väter kenne ich, bei denen ich - auch nur zeitweise - das Gefühl hatte, sie würden ihrem Kind absichtlich schaden? Wie viele Familien kenne ich, in denen ein Elternteil glaubt, das gemeinsame Kind mehr zu lieben? </span><span class="tm6">In denen Eltern kleine Kinder wie Partner behandeln?</span></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm6">Das Inzesttabu verbietet Eltern die Sexualisierung der Beziehung zum Kind. Es ist auch ein Bannspruch gegen den Versuch der Kinder, ihre sexuellen Wünsche mit einem Elternteil oder innerhalb der Familie auszuleben. Das Inzesttabu schützt alle in der Familie vor ihren schlimmsten Impulsen, vor Sodom und Gomorra. Es steht dem Menschenopfer-Tabu in nichts nach. Es aufzuweichen hat ungeheuerliche Konsequenzen, deren Verheerungen sich bis in kommende Generationen hinein fortsetzen. Das wissen jene, die für eine Aufweichung des Tabus plädieren. </span><span class="tm6">Ein deutliches Indiz, wie weit die Verharmlosung des Inzests vorangeschritten ist, besteht in der (sehr öffentlichen) Kampagne gegen ein wichtiges (sehr privates) Gefühl, das vom Inzestverbot beschützt wurde: der Scham.</span></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm6">Ich spreche von der Verharmlosung des mütterlichen Inzests, weil die Rechtfertigung von Gewalt und Opfer heute oft mit dem Hinweis auf die mütterlich-sorgende und uneigennützig-solidarische Qualität der Akteure erfogt. Diese Akzeptanz für mütterliche Opferbereitschaft ist enorm und steht im diametralen Gegensatz zur realen Macht der Mütter. Das ist wichtig für alle Mütter, die diese Zeilen lesen: Nur weil sie als Frau und Mutter gesellschaftlich fast nichts zu melden haben, kann der mütterliche Inzest als Rechtfertigung für Gewalt und Opfer herangezogen werden. </span></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm6">Es geht bei der Normalisierung des mütterlichen Inzests nicht um sexuelle Beziehungen von realen Müttern mit ihren Kindern. Vielmehr geht es darum, wie die Mutter-Tochter-Beziehung als harmlose Form der Gewaltausübung propagiert wird; um die Unterstellung, dass in dieser Beziehung nur Solidarität und Gerechtigkeit entstehen. Dagegen ist die Vater-Sohn-Dynamik als Quelle von Gewalt und Krieg abzulehnen. Diese Konstellation von Sympathie für weibliche, homo-sexuelle Friedfertigkeit und Antipathie gegen männliche Homo- oder Hetero-Sexualität macht den Kern des mütterlichen Inzests aus: Mütterliche Gewalt ist gut, väterliche schlecht; weibliche Sexualität ist friedfertig, männliche kriegerisch; die offenen Arme der Mutter sind reine Liebe, die starke und begrenzende Hand des Vaters potenziell gewalttätig. Söhne gehen in dieser Dynamik verloren. Da sie dabei sowieso verloren gehen, können sie auch der gerechten Sache geopfert werden. Dafür steht dann die derzeit in Gaza praktizierte, muslimische Version des mütterlichen Inzests - queers and mothers for martyrs.</span></p>
<p class="Normal tm5"><strong><span class="tm6">Gute Mütter können mit Opfern rechnen</span></strong></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm7">Im mütterlichen Inzest werden offensichtlichste Formen der mütterlichen Gewaltausübung - von der Aufgabe eines wirksamen Vater-Land-Schutzes über die mütterlichen Gewaltekzesse der Pandemiepolitik zum permanenten Massaker jugendlicher Palästinenser an israelischen Frauen - plötzlich zum Akt ausgleichender Gerechtigkeit. Die Täter-Opfer-Umkehr ist eigentlich keine Umkehr. Sie ist Sympathie für das mütterliche Opfer. Die gute Mutter weiß, was gute und was schlechte Opfer sind. Sie kann und darf Opfer verrechnen. Offensichtlich geht es dabei nicht um nachvollziehbare Argumente, welches Kind mehr geschützt und welches geopfert werden kann. Es geht um Sympathie und Antipathie, also um Gefühle und tief sitzende Einstellungen: </span></p>
<ul>
<li class="Normal tm5"><span class="tm7">Das (böse) begrenzende Vaterland ist (gutes) offenes Mutterland geworden</span></li>
<li class="Normal tm5"><span class="tm7">Der (destruktive) Notstands-Staat kann nur das Beste für uns wollen</span></li>
<li class="Normal tm5"><span class="tm7">Die (mordenden) Kinder und Zivilisten in Gaza sind (unschuldige) Opfer.</span></li>
</ul>
<p class="Normal tm5"><span class="tm6">Diese Überlegungen sind teilweise so abschreckend und widerwärtig, dass es mir auch lieber wäre, wir würden sie nicht anstellen müssen. Das meiste ist daher nur schemenhaft angedeutet und darf individuell weitergesponnen werden. Es wird leicht sein, das Abstoßende dem Autor in die Schuhe zu schieben. Hier geht es um die Beschreibung eines aktuellen Phänomens, nicht um mögliche Erklärungen. Ich kann mein ungläubiges Erstaunen ebenso wenig verbergen, wie die Gefühle der angewiderten Ablehnung. Ich möchte aber darauf hinweisen, dass viele sehr kluge und warmherzige Menschen, die Voraussetzungen für die gegenwärtigen Selbstzerstörungsprozesse beschrieben und analysiert haben*. Auf deren Arbeit stütze ich mich und hebe an der aktuellen Normalisierung des mütterlichen Inzests drei Aspekte heraus:<br>
</span></p>
<ul>
<li class="Normal tm5"><span class="tm6">die Verniedlichung der mütterlichen Gewalt im mütterlichen Merkel-Staat</span></li>
<li class="Normal tm5"><span class="tm6">das Opfer des Sohnes im muslimischen Matriarchat</span></li>
<li class="Normal tm5"><span class="tm6">das Opfer der männlichen Heterosexualität im Transgender-Paradies.</span></li>
</ul>
<p class="Normal tm5"><span class="tm6">&nbsp;</span><span class="tm6">Ich beginne mit der Beschreibung der äußersten Schicht, dem mütterlichen Inzest als guter Staat.</span></p>
<p class="Normal tm5"><strong><span class="tm6">Mütterlicher Inzest und guter Staat</span></strong></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm6">Der Merkel-Staat ist der gute, mütterliche Staat, dem nichts Böses zuzutrauen ist. Er regiert mit Zuwendung, seine Gewalt erzieht, seine Macht ist die Ohnmacht der Mutter. Er ist ohne Eigeninteresse, wie eine sorgende Mutter. Er ist gemütlich und schützt die Kinder vor der Härte des Lebens (Vater). Die Mutter ist a-sexuell und geschlechts-neutral. Der Staat als gute Mutter verteilt alles gerecht und ist auf Harmonie bedacht. Disharmonie, Gewalt und aggressive Sexualität kommen vom Vater. Die Söhne werden der väterlich-liebevollen Dominanz und Aggression entzogen und ent-sexualisiert. Das familiäre Dreieck wird von der Mutter „sanft“ regiert. Die Mutter stabilisiert sich selbst durch dieses Dreieck (Merkel-Geste). </span></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm6">Dies ist das Merkel-Matriarchat als mütterlicher Inzest: Die gute, a-sexuelle Mutter reguliert lautlos und sanft durch Blicke und Gesten ihre a-sexuellen (= trans) und ohnmächtigen (= Opfer) Söhne. Die Gewalt im Staate ist gerecht und voller Sorge; Gewaltentrennung ist nicht nötig und sogar gefährlich, da sie Väter und Söhne ermächtigen würde.</span></p>
<p class="Normal tm5"><strong><span class="tm7">Mütterlicher Inzest und Opfer des Sohnes</span></strong></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm6">Das muslimische Matriarchat etabliert den guten, mütterlichen Hofstaat. Ihr Herrschaftsgebiet ist die Familie, ihre Subjekte ihre Kinder; ihr wertvollstes Pfand sind ihre Söhne. Auch ihr ist nichts Böses zuzutrauen. Als Frau ist sie gesellschaftlich minderwertig und ihre Sexualität darf niemals öffentlich sein. Als Mutter ist sie allmächtig; sie entwertet den Mann zum nutzlosen Vater. Ihre äußerliche Ohnmacht entspricht ihrem inneren Wesen; sie ist „unterwürfig, rein und sanft“ (Nasrallah über seine verstorbene Mutter). Ihr unumstrittenes Machtmittel ist der alleinige Zugriff auf den Sohn. In ihrer Ohnmacht als Frau ist sie allmächtig als Mutter eines Sohnes. Die aufkeimende Sexualität der Söhne ist Krise und Katastrophe, Bedrohung und Chance für die mütterliche Kontrolle über den Inzest. Sie bestimmt, welchen Weg ihr Sohn geht. Entweder das Opfer der männlichen Sexualität in der Ehe und verachteten Vaterschaft oder das Opfer im Martyrium. Das ist die momentane Form des muslimischen Matriarchats als Sohnesopfer in Gaza: Gewalt und Sexualität erfahren im Opfer des Sohnes eine völlige Umkehr. Sexualität und Gewalt des Sohnes wird zur Ehrerbietung an die Mutter und die a-sexuelle und ohnmächtige Frau erlebt als Mutter eine öffentliche Ekstase. Diese kann weltweit zur Schau gestellt werden, in der Erregung einer Mutter, die erfährt, dass ihr minderjähriger Sohn, während er israelische Frauen vergewaltigt hat, den Märtyrertod gestorben ist. Ihr mütterlicher Auftrag wurde von Gott als Opfer angenommen.</span></p>
<p class="Normal tm6"><strong><span class="tm8">Mütterlicher Inzest und Opfer der männlichen Sexualität</span></strong></p>
<p class="Normal tm6"><span class="tm7">Die Normalisierung des mütterlichen Inzests ist in der trans-sexuellen Bewegung am weitesten entwickelt. Manche Äußerungen der Aktivisten richten sich direkt an die Kinder und rufen diese dazu auf, das Inzestverbot zu unterlaufen und Erwachsene (auch Eltern) zu verführen. Die Diversität des Trans-Sexuellen ist bisher mit dem Frontalangriff gegen das Inzestverbot und die kulturelle wie emotionale Bedeutung der Vater-Sohn-Beziehung vergesellschaftet. Andere Formen der Trans-Sexualität werden mit aller Kraft unterdrückt. Im Moment gibt es Trans-Sexualität nur unter der Herrschaft des mütterlichen Inzests. Dieser lebt von der Ent-Sexualisierung des Sohnes, der Entwertung der Väter und dem Opfer der männlichen Sexualität. Der Schritt von der Austrocknung der männlichen Linie zum Opfer des Sohnes selbst ist groß. </span><span class="tm6">Wie weit trans-gender (= geschlecht-überschreitenden) Aktivisten in ihrer Faszination für die Abschaffung der Familie und der Vater-Sohn-Schaft gehen würden, ist keineswegs absehbar.&nbsp;</span><span class="tm6">Wie offen sind sie für Ausrottung des Familienstammes (eines Geschlechts), wenn dadurch die Befreiung vom Joch der Heterosexualität und der Dominanz des Vaters über die Söhne möglich wird? Tatsache ist die offene Sympathie für geschlecht- und geschlechter-zerstörenden Politik der Hamas und deren bewusst betriebene Ausrottung ganzer Familien (Geschlechter).</span></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm6">Der mütterliche Inzest im Transgender-Paradies sieht so aus: Die Mutter agiert sanft und sicher im Medium der Trans-Sexualität; „trans“ bedeutet Ent-Sexualisierung der Zeugung und der Elternschaft; außerdem die Verleugnung des Geschlechts und der Geschlechter-Zugehörigkeit der Kinder. Der trans-gender Inzest der Mütter ruft nach einem frühzeitigen Zugriff des Staates auf die sexuelle Entwicklung der Kinder. Dieser ist heute leicht möglich, da wir der sozialistischen Vision einer Gesellschaft ohne familiäre Bande schon sehr nahe gekommen sind. Die gerechten Trans-Mütter (guter Staat) schützen ihre Kinder vor dem gewalttätigen Vater (gefährliche Familie). Die Neutralisierung der Geschlechterspannung wird durch die trans-sexuelle Verniedlichung der Sexualität möglich: Sex ist gewaltlos und gerecht. Die Mutter-Tochter-Beziehung wird zum Modell des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der Solidarität. Die Gemeinheit und Aggressivität zwischen Mutter und Tochter - unter Frauen - wird geleugnet und alles Übel in der Vater-Sohn-Dynamik verortet. Die Aggressivität und Zerstörungskraft des mütterlichen Inzests wird einerseits auf andere projiziert und tritt andererseits immer deutlicher in die Öffentlichkeit: die unverhohlenen und oft körperlichen Angriffe auf Frauen und Feministinnen, die Normalisierung weiblicher Essstörungen und Lobpreisungen verformter Frauenkörper, die Rede vom gerechten Krieg als mütterlich-gerechtfertigtes Opfer der Söhne, die Sympathie und Faszination für erlösende Massaker an Frauen als Emanzipation der unterdrückten Söhne.</span></p>
<p class="Normal tm6"><strong><span class="tm8">Mütterlicher Inzest und Judentum</span></strong></p>
<p class="Normal tm6"><span class="tm7">Mütterlicher Inzest ist nur möglich vor dem Hintergrund der Ablehnung der zentralen Aufgaben der Vaterschaft und tief sitzender Ressentiments gegen Männlichkeit. Männer sind gefährlich, weibliche Sexualität ist friedfertig, Söhne sterben für die gerechte Sache der Mütter. Nicht zufällig stehen all diese Aussagen dem Fundament des Judaismus diametral entgegen. Dieses ist geprägt von der vollständigen Absage an jegliche religiöse Rechtfertigung des Menschenopfers in der Vater-Sohn-Beziehung (Abraham-Isaak-Erzählung). Ebenso von der Rolle der Frauen und der Weiblichkeit als vermittelnde Geisteskraft (Schechina) in der Gottesbeziehung. Diese weibliche Kraft wurde zum Vorbild des Heiligen Geistes als vermittelnde Position in der Vater-Sohn-Dynamik der christlichen Trinität. Außerdem ist die jüdische Mutter der Garant der Blutlinie des Stammes, des Fortbestands des Geschlechts. </span></p>
<p class="Normal tm6"><span class="tm7">Im Judentum schützt das Inzestverbot die Position der Frau und Mutter. Die Gotteskindschaft des Menschen ist Auftrag an Vater und Mutter gleichermaßen, die eigenen Kinder wie das Ebenbild Gottes zu behandeln und wie den eigenen Augapfel zu schützen. Familien- und Gottesbeziehungen überlappen sich; väterlicher und mütterlicher Inzest sind ein Bruch des Treue-Bündnisses untereinander und mit Gott. </span></p>
<p class="Normal tm6"><strong><span class="tm8">Ein sozialistisches Transgender-Kalifat ist möglich</span></strong></p>
<p class="Normal tm6"><span class="tm7">Wer die eigene Kindschaft verleugnet und weder Vater und Mutter hat, sucht Zuflucht beim Staat. Dieser arbeitet aber heute gemäß der Gesetze des mütterlichen Inzest. Die Vorstellung, dass es eine Konvergenz zwischen der Ekstase der Gaza-Mutter mit Gaza-queers und der Gemütlichkeit des mütterlichen Inzest-Staates geben könnte, ist alles andere als absurd. Die Gleichzeitigkeit von gewalttätiger Ekstase und gemütlichem Sozialstaat war schon einmal der phänomenale Ausdruck einer selbstzerstörerischen Koalition in unserem Land (1933-45). Ein sozialistisches, transgender Kalifat klingt absurd - aber was heißt das schon im heutigen Geschehen permanenter Grenzüberschreitungen, als dass es morgen möglich wird. Ob diese Konvergenz im mütterlichen Inzest je in einer politisch motivierten Koalition zum Tragen kommt und politische Realität erschafft, ist fraglich. Tatsache ist aber, dass die gegenwärtigen Annäherungen so ungeheuerlich sind, dass wir das Gespräch darüber lieber vermeiden. </span></p>
<p class="Normal tm6"><strong><span class="tm8">Gibt es ein Inzestverbot im Politischen?</span></strong></p>
<p class="Normal tm6"><span class="tm7">Es ist natürlich auch kein Zufall, dass ausgerechnet eine jüdische Liebhaberin der Republik auf </span><span class="tm7">den wirksamsten Schutz vor mütterlichem Inzest hingewiesen hat. </span><span class="tm7">Hannah </span><span class="tm7">Arendt‘s Unterscheidung der Güter produzierenden Sphäre (Haus und Ökonomie = oikos) von der Freiheit produzierenden Sphäre (Öffentlichkeit und Politik = polis) ist eine der wundersamsten Übersetzungen des Inzestverbotes in das Leben der Republik. Bestand und Trennung dieser beiden Sphären sind die Voraussetzung für Freiheit. Die Aufhebung dieser Trennung führt zum Zusammenbruch des Politischen mit seinen vielen Formen der Vermittlung von Interessen und Ideen. Dann kommt die Faszination für die archaischen und gewaltsamen Formen, den gesellschaftlichen Zusammenhang zu beschwören (erzwungene Solidarität) und herzustellen (verbindende Opfer) wieder durch. Der Zusammenbruch des Politischen hat sich in unserem Land nach 1989 (verpasster politischer Moment) angedeutet und ist spätestens seit 2009 (entpolitisierende Politik selbst gemachter Krisen) in vollem Gange.</span></p>
<p class="Normal tm6"><span class="tm8">Arendts Unterscheidung hatte es schwer, Gehör zu finden in einer Generation, die mit den Selbstverständlichkeiten der marxistischen Sozialwissenschaften aufgewachsen ist: dem für alle möglichen Ungerechtigkeiten verantwortlichen Gegensatz von weiblicher Arbeit (Haus = Reproduktion) und männlicher Arbeit (Feld, Fabrik = Produktion). Nicht nur meine Generation lief damit in die selbst ausgelegte Falle. Emanzipation wurde als Aufhebung der Trennung von häuslicher und öffentlicher Sphäre propagiert. Häuslicher Friede wurde zum Vorbild für globalen Frieden, aus oikos wurde Öko-logie, aus mütterlicher (Ohn)Macht wurde Weltmacht, die Wunden der männlichen Naturbeherrschung wurden durch die Nachhaltigkeit der Mutter-Tochter-Ökonomie geheilt. Im Höhenflug der Selbstgewissheit wurden nicht einmal die Warnungen zugeneigter Mitstreiter gehört. Klaus Heinrich: „</span><span class="tm8">Emanzipation ist ein Wort aus der Sklavenhaltersprache. Der Emanzipierte (sei es Sklave, Jude, Frau) blieb minderen Rechts. Man sollte das Wort nur gebrauchen, wenn man sich bei seinem Gebrauch immer vor Augen hält, dass Frauen und Männer in gleichem Maße emanzipationsbedürftig sind, beide zugleich Sklavenhalter und Sklaven, und dass (ein unerhörter Vorgang in der Sklavenhaltersprache) Emanzipation heute Selbstfreigabe bedeuten muss“ (Das Argument, 4. Jg. 1962).</span><span class="apple_converted_space">&nbsp;</span></p>
<p class="Normal tm6">Es würde sich auch noch heute lohnen „<span class="tm7">Selbstfreigabe“ zu ergründen.</span></p>
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<p><span class="tm6">* </span><span class="tm6">Eine liebevolle Auseinandersetzung mit der Macht der Mütter findet sich in den Arbeiten der Kinderpsychoanalytikern Melanie Klein und Donald Winnicott. Klein hat bei Karl Abraham gelernt, einer der ersten Analytiker, der sich traute, die destruktive Macht der Mütter zu erforschen. Für Sigmund Freud waren Mütter vor allem liebevoll und zugewandt. Erst der Einbruch des Vaters brachte Konfliktpotential und Aggression in die Mutter-Kind-Beziehung. Freud selbst sagte vorher, dass eine Generation von Frauen-Analytikern jene Zeit vor den ödipalen Konflikten ergründen wird. Auf den Arbeiten Klein’s bauen jene auf, die entscheidende Hinweise auf die aktuelle gesellschaftliche Situation gegeben haben: Georgio Agamben, Jan Assman, Gunnar Heinsohn, Klaus Heinrich, Renate Schlesier, Gerburg Treusch-Dieter.</span></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm6">&nbsp;</span></p>
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