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	<title>Revolution - Hannah Arendt - Der Sinn von Politik ist Freiheit</title>
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	<description>Verstehen heißt immer verstehen was auf dem Spiel steht</description>
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		<title>Das Ende der Verklärung - Teil2: Die Verklärten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Peter Levin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Dec 2024 16:11:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bürgerkrieg]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche und Juden]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Heiligenschein der Erde Eine geniale Synthese von revolutionärem und katastrophalem Subjekt gelang jahrelang jenen, die heute auf dem Zenit der Selbstverliebtheit das Ende der Verklärung verkörpern: den Grünen. Ihnen gelang über Jahrzehnte die Quadratur des Kreises, da sie die... <a class="more-link" href="https://www.hannah-arendt.de/2024/12/das-ende-der-verklaerung-teil2-die-verklaerten/">Weiterlesen &#8594;</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="Normal tm5"><strong><span class="tm6">Im Heiligenschein der Erde</span></strong></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm7">Eine geniale Synthese von revolutionärem und katastrophalem Subjekt gelang jahrelang jenen, die heute auf dem Zenit der Selbstverliebtheit das Ende der Verklärung verkörpern: den Grünen. Ihnen gelang über Jahrzehnte die Quadratur des Kreises, da sie die Katastrophenszenarien der Menschen-als-Bombe mit den Bomben im Befreiungskampf der kolonialisierten Menschen zu verbinden wussten. Wir können es nur bewundernd feststellen und als Phänomen beschreiben. Entkolonialisiert wurde ab den 60er Jahren alles und alle: Afrikaner und Algerier, Kinder und Inder, Frauen und Familienkonzepte, Hochschulen im Allgemeinen und die Geisteswissenschaften im Besonderen. Immer mehr Kinder mit der Gnade der späten Geburt empfanden sich als mitten im Befreiungskampf, den ihre Eltern nicht gekämpft hatten. Selbst Judenselektion fand wieder statt (Entebbe) und linker Antisemitismus war hoffähig. Während der „Club of Rome“ den Endkampf um die zu Ende gehenden Ressourcen proklamierte, riefen die Grünen zur Entwaffnung Europas auf. Ich setze 1994 als Übergangsjahr von der Verliebtheit zur Verklärung an, da damals das erste Mal ein friedliches Land der Welt (Ukraine) freiwillig seine nukleare Bewaffnung aufgab.</span></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm7">Wie die Grünen all diese Stränge der Geschichte verbanden, bleibt rätselhaft und die Absurdität des Unterfanges zeigte sich überdeutlich im Zerfall. Zuerst stand, durch den Zusammenbruch der UdSSR, die Welt der Verliebten auf dem Kopf. Die neue Katastrophisierung wurde zwar schon seit 1988 (James Hansen vor dem US-Senat) vorbereitet, nahm aber erst Mitte der 1990er volle Fahrt auf. Angela Merkel wurde spätestens 1995 bei einer ihrer ersten Klima-Konferenzen initiiert. Nun folgte eine Konferenz der nächstem, die das neue Bombenszenario und die neue Qualität des Selbstmordattentats ausgestaltete. Wir kamen in die planetarische Phase der Verklärung der Erde zum revolutionären Subjekt und dem Wetter zum kollektiven Selbstmordattentat. Die Bombe des explosiven (exponentiellen) Wachstums der Weltbevölkerung hatte nicht die vorhergesagte Verheerung provoziert. Im Gegenteil, die Menschheit wurde mehr und die Armut nahm ab. Indien versank nicht in Armut, sondern wurde zu einem Nahrungsmittelproduzent für andere Länder. </span></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm7">Anfang des 21. Jahrhunderts wurde dann die neue Bombe scharf gemacht. Das explosive (wieder: exponentielle) Wachstum der Kohlenstoffe bedrohte nun nicht mehr die „Menschheit“, sondern das neue Objekt der Verliebten: die Erde. </span></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm7">Im Gegensatz zum Gewusel der Menschen in der Menschheit eignet sich die menschenleere Erde viel besser zur Idealisierung und Verklärung. Die Verzückung über die neue Ikone wurde durch eine Verrückung der Perspektive möglich. Das Bild des Planeten vom Weltall aus gesehen zeigt die Atmosphäre als Heiligenschein. In einer Parallelaktion wurde die Schönheit der „wilden“ Natur neu entdeckt. Dadurch bekam die Verklärung auch eine irdische Aufladung und einen politischen Auftrag: die Reinheit der wilden und schönen Erde vor ihren unreinen und hässlichen Bewohnern zu schützen.</span></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm7">Im Übergang von der Verliebtheit zur Verklärung werden Menschen kindlich und kindisch. Ihr Bild der, angeblich vom Menschen unberührten, wilden und schönen Natur wird kitschig; die Liebe zu wilden Tieren erreichte ihren kindischen Höhepunkt im Tier-Film. DreamWorks ging 2005 mit „Madagaskar“ in die Kinos, einem Film, der erzählte wie zivilisierte Zoo-Tiere ihre tierische Natur und innere Wildheit entdecken, um diese dann am Ende doch zu überwinden. Madagaskar war finanziell erfolgreich und zeigte wie Steak-Esser sich in zahme Vegetarier oder zumindest in Sushi-Liebhaber verwandeln konnten. Damit war auch die neue, klima-neutrale und wunderschön domestizierte Männlichkeit definiert. Die männliche Menopause wurde zur Verkörperung des gebändigten Mannes. Der zivilisierte Mann ist harmlos, a-sexuell, fleischlos und schwammig – und darf auch so zur EuroVision antreten. </span></p>
<p class="Normal tm5"><strong><span class="tm6">Al Gore und der Klima-Porno</span></strong></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm7">In dieser DreamWorks-Version des heilsamen Dschungels passen kindische Politiker und politisierte Kinder gut ins Bild. Im Zentrum ihrer Realität steht der planetarische Überlebenskampf der guten, wilden Natur gegen eine verruchte und unzivilisierte Menschheit. Letztere bedroht die Existenz und das Selbstbestimmungsrecht der Erde mit einem Selbstmordattentat. Um diesen Mord der Gattung an ihrem eigenen Planeten in jeder Stube und in jedem sozialen Medium omnipräsent zu inszenieren, wurden alle Register der obszönen und pornografischen Darstellung (</span><span class="tm7">Susanne Kappeler</span><span class="tm7">) gezogen. Als oberster Regisseur dieser lustvollen Ausgestaltung der Katastrophe trat die Wissenschaft auf. Diese wurde Jahr für Jahr immer politischer und immer mehr Politiker waren und empfanden sich als Wissenschaftler. Auch der neue Papst war – eigentlich – Wissenschaftler. Die Strahlkraft der Verklärung ließ Wissenschaft und Politik im neuen Glanz erscheinen und die Verliebten waren begeistert und bereit zur Ekstase: Es gibt so viel Gutes zu tun und die Leidenschaft es zu tun ergibt unvorstellbar viel Sinn.</span></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm7">Wie beim Tanz ums goldene Kalb hoffte die neue Generation, dass etwas vom Gold und dessen Glanz auch bei ihnen zu Hause landen würde. Kaum einer verkörpert diese Hoffnung auf Gewinn und Zuwachs an eigenem Glanz beim Übergang in die Verklärung besser als Al Gore. Al Gore war von 1993 bis 2001 Vize-Präsident der USA und ist der Prototyp des „Politiker als Wissenschaftler“ und des neuen revolutionären Subjekts als Katastrophengewinnler. Während er 1992 noch vor der Überbevölkerung als dem größten Problem warnte, wurde er 2006 mit seinem „Wahrheitsfilm“ weltberühmt und steinreich. Während das Polit-Ehepaar Tripper and Al Gore in den 80iger Jahren noch ganz züchtig für die Werte der Familie (family values) kämpfte und selbst die Zensurkeule gegen Künstler wie Prince (Purple Rain) und Frank Zappa auspackten, war Al Gore nach der verlorenen Wahl 2000 – die viele Demokraten als Wahlbetrug bezeichneten – lange Zeit der unbestrittene Anführer des neuen KKK, des Klima-Katastropen-Kurs. Erst durch das Auftreten des züchtigen Kindes Greta änderte sich das Bild. Mit Greta beginnt der Heiligenschein zu bröckeln. </span><span class="tm7">Sie ist der Würge-Engel der verliebten und verklärten Generationen.</span></p>
<p class="Normal tm5"><strong><span class="tm6">Ausgerechnet Kattowitz </span></strong></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm7">Als </span><span class="tm7">Greta Thunberg im Dezember 2018 </span><span class="tm7">in Kattowitz das erste Mal außerhalb Schwedens auftrat, war <a href="https://croniquessubsidiaries.org/2020/07/25/an-inconvenient-truth-for-al-gore-greta-thunbergs-effectiveness/" target="_blank" rel="noopener">Al Gore</a></span><span class="tm7"> mit von der Partie. Gerade auf dem aufsteigenden Ast ihrer messianischen Phase</span><span class="tm7">, lief ein Jahr später schon die nächste globale Panik-Show. Dadurch geriet das Gravitationszentrum des revolutionär-katastrophalen Subjekts </span><span class="tm7">endgültig aus dem Lot</span><span class="tm7">. In der Politik der Pandemie wurde deutlich, wie gut medizinische und militärische Strukturen vernetzt waren. Dieses Netz war nicht mehr mit der bedrohten Erde oder der ungebremsten Reproduktion der Gattung befasst. Ihre Bombe war wiederum das exponentielle, explosive Wachstum - diesmal der Viren. Heute geht es um die kleinsten Teile, die Abschnitte und Abschriften der Gene. D</span><span class="tm7">iese molekularen Texte können </span><span class="tm7">nur noch wenige lesen und verstehen. Noch viel wenigere können mit der der dabei verwendeten Technologie in Hochsicherheitslabors sicher umgehen und die Öffentlichkeit erfährt von diesen elementaren Forschungen fast nichts. Aber, fast alle haben ihre Konsequenzen zu spüren bekommen.</span></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm7">Die entscheidenden Forschungen im Bereich der Biotechnologie und Physik finden in geheimen, medizin-militärischen Labors, meist ohne Wissen und Kontrolle der Öffentlichkeit statt. Das hat vor 20 Jahren der ebenso mutige wie geniale Nobelpreisträger für Physik, Robert Laughlin (Stanford University) angedeutet. Er hat darauf hingewiesen, dass jene, die öffentlich über diese Tatsache der Geheimforschung oder gar deren Inhalte sprechen, <a href="https://www.youtube.com/watch?v=OeG9iLR9_nE" target="_blank" rel="noopener">drakonischen Strafandrohungen ausgesetzt sind</a>. Er selbst war kurze Zeit auf der anderen Seite, hinter dem Zaun der Geheimhaltung und hat vorhergesehen, was wir nun alle bestätigen können: Der medizinisch-militärische Komplex ist fest installiert, global vernetzt und läuft wie geschmiert. Seine Akteure müssen sich auch nicht wie Selbstmordattentäter in Tunnels verstecken. Sie bekommen öffentliche Ämter und Verdienstkreuze.</span></p>
<p class="Normal tm5"><strong><span class="tm6">Follow the scientists</span></strong></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm7">Die zuerst verliebte und dann verklärte Generation hat diese Entwicklung zuerst zugelassen und dann enthusiastisch begrüßt. Das Versagen der Klima-Bewegung schreit zum Himmel. Anstatt den Wissenschaftlern in ihre geheime Labors zu folgen und auf die Finger zu schauen, traten sie mit Füßen, was nicht nur Paulus als das Wichtigste ansah: die Liebe. Was die Verklärten der Liebe anzutun bereit sind, hat der Vatikan für die Nachwelt festgehalten</span><span class="tm7">. </span><span class="tm7">Er hat die globale Anwendung eines Toxins als Liebesdienst („gift of love“) auf einer Gedenkmünze feiern lassen. Zukünftige Archäologen werden staunen, wie einprägsam die Generation der Verklärten ihren eigenen Niedergang auf </span><span class="tm7">ein paar</span><span class="tm7"> Quadratzentimeter Metall zelebriert haben. Mit „a gift of love“ wurde bis 2020 das Lebenswerk von Johannes Paul II geehrt. Sein Nachfolger, </span><span class="tm7">Jorge Mario Bergoglio (Franziskus)</span><span class="tm7"> aus Buenos Aires, hat sich vom Viren-Teufel persönlich, von Anthony Fauci, informieren und inspirieren lassen. Das globale Verbrechen gegen die Liebe wurde als Ausdruck derselben auf Münzen verewigt – es gibt kaum ein deutlicheres Zeichen, wie sehr sich die verliebte Generation in der selbstverliebten Verklärung verloren hat.</span></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm7">Als der Doktor der Physik, Bundeskanzlerin Angela Merkel, im Bundestag den PCR-Test erklärte, stimmte nicht einer ihrer Sätze mit der Realität überein; nicht ein Wort von dem, was sie sagte, hatte medizinisch-wissenschaftlichen oder menschlichen Verstand. So ging die Phase der Verklärung zu Ende und hinterlässt einen Scherbenhaufen, den die Selbstverliebten immer noch als große reinigende Katastrophe an den Horizont der Geschichte projizieren. In Anspielung an Platons Höhlengleichnis können wir feststellen: Die Höhle ist leer, der Film ist gerissen. Der nächste Film läuft schon anderen Orts, in den Tunnels der Hamas und Hisbollah oder </span><span class="tm7">in den geheimen biotechnologischen Labors in China, der Ukraine, …. Aber, </span><span class="tm7">wer heute noch ein Leben haben will, schaut sowieso nicht mehr Filme und das Motto der nächsten Generation könnte lauten: Follow the science – notfalls auch in geheime Labors und geheime Filmstudios. </span></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm7">Die Verklärten residieren in einer untertunnelten Landschaft, die mit Pomp, Protz und Propaganda als großes Kino verkauft wird. Nur langsam kommt an: Nicht die Erde, sondern die Klima-Bewegung ist am Ende. Auch die Palästinenser sind weiter denn je von einem eigenen Staat entfernt und die PLO wird als UNO-betreute Geriatrie-Station geführt. In Gaza will - außer der Hamas - niemand mehr leben und regieren. Das „H“ der Hamas und Hisbollah steht auch nicht mehr für religiösen Eifer oder arabische Widerstandskraft, sondern für Hospiz. Die israelische Armee gewährt heute jeder neuen Führungsperson die entsprechende Sterbebegleitung. </span></p>
<p class="Normal tm5"><strong><span class="tm6">Was tun?</span></strong></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm7">Bevor Lenin auf diese Frage eingeht, exekutiert er gleich zu Beginn die Freiheit der Kritik. Heute wird sein Leichnam von Soldaten bewacht. Seine Antworten haben sich durchwegs als Desaster erwiesen, da er glaubte, die Zukunft „wissenschaftlich“ vorher sagen zu können, bevor sie auf ihn zu kam. Tatsächlich ist die Zukunft aber offen und das Ende der Verklärung böte wieder mal die Chance, ein neues und diesmal politisches Bündnis aller bürgerlichen Kräfte zu wagen.</span></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm7">Als Moses mit den 10 Geboten den Berg runter stieg und sah, wie das verlorene Volk sich in das goldene Kalb verliebt hatte, wurden ihm von Gott zwei Wege angeboten: </span></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm7">1: Ein Neubeginn mit einem neuen Volk, das alte würde Gott zerstören.</span></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm7">2: Ein Neubeginn mit dem Volk wie es ist, aber in einem neuen Bündnis mit Vertrag und Bündnistreue.</span></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm7">Moses lehnte die katastrophale Zerstörung des ganzen Volkes ab und schlug den steinigen zweiten Weg ein. Er wählte den Neubeginn in einem Vertrag unter Anerkennung der schwierigen Ausgangslage des real-existierenden Volkes. Aber auch dieser Neubeginn wurde von einem Bruder- und Schwesterkrieg eingeleitet (2 Mose, 32). Moses zog der globalen Zerstörung den begrenzten Bürgerkrieg vor. Er entschied sich aber auch für das langfristige Projekt, das verklärende Leuchten des Goldes in den matteren Glanz realer Prosperität zu verwandeln. </span></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm7">Was tun? Die goldenen Kälber schlachten anstatt die eigenen Brüder und Schwestern.</span></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm7">Die Zukunft hat gerade erst begonnen und kommt noch auf uns zu. Wir sollten den Mut zu einem neuen Bündnis aufbringen. Ein dreifaches Bündnis</span></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm7">- mit uns selbst zur Selbstaufklärung,</span></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm7">- mit den anderen zu Gestaltung der Freiheit und Produktion des Wohlstands für alle,</span></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm7">- mit Gott, zur Selbstbegrenzung der über alle Ziele hinaus schießenden Gattung. </span></p>
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		<title>Die Verschwörung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Boris Blaha]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Dec 2024 06:22:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[1989]]></category>
		<category><![CDATA[Antifaschismus]]></category>
		<category><![CDATA[Das Politische]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Revolution]]></category>
		<category><![CDATA[Stalinismus]]></category>
		<category><![CDATA[Totalitarismus]]></category>
		<category><![CDATA[Solidarność]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor gut dreißig Jahren veröffentlichte die ZEIT unter dem fast schon prophetischen Titel Mehr Demut, weniger Illusionen am 17.12.1993 ein Streitgespräch zwischen dem deutschen Vorzeige-Intellektuellen Jürgen Habermas und dem Polen Adam Michnik. In einem zehnjährigen politischen Aufbruch hatten die Polen... <a class="more-link" href="https://www.hannah-arendt.de/2024/12/die-verschwoerung-2/">Weiterlesen &#8594;</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="Normal tm6"><span class="tm7">Vor gut dreißig Jahren veröffentlichte die ZEIT unter dem fast schon prophetischen Titel </span><em><u><a href="https://www.zeit.de/1993/51/mehr-demut-weniger-illusionen/"><span class="tm8">Mehr Demut, weniger Illusionen</span></a></u> </em><span class="tm7">am 17.12.1993 ein Streitgespräch zwischen dem deutschen Vorzeige-Intellektuellen Jürgen Habermas und dem Polen Adam Michnik. In einem zehnjährigen politischen Aufbruch hatten die Polen mit streikenden Arbeitern, solidarischen Intellektuellen und einem Ausnahmepapst die in der Verfassung verankerte führende Rolle der kommunistischen Partei gekippt und die selbst ernannte Avantgarde an einen politischen Runden Tisch zurück gezwungen. Die deutsche Wiedervereinigung konnte dagegen ohne politischen Aufbruch in trockene Tücher gebracht werden. Die längst auch im Westen entstandenen neofeudalen Strukturen blieben unbeschädigt erhalten. Der westdeutsche Privatbürger wollte von den politischen Unannehmlichkeiten nicht gestört werden, die leidige Angelegenheit nebenbei aus der Portokasse bezahlen und sich lieber mit der Frage beschäftigen, wohin man nächstes Jahr in Urlaub fährt.</span></p>
<p class="Normal tm6"><strong><span class="tm9">Wozu Stalinismus diskutieren?</span></strong></p>
<p class="Normal tm6"><span class="tm7">Das europäische Nachbarland Jugoslawien versank derweil im Bürgerkrieg. Der erste Völkermord in Europa nach dem zweiten Weltkrieg war am Horizont schon zu erahnen (Srebrenica). Auch der deutsche Vorzeige-Intellektuelle wollte sich mit Politik nicht die Finger schmutzig machen und forderte unverblümt: da sollen gefälligst die Amerikaner einmarschieren, vierzig Jahre bleiben und Demokratie herstellen. Was die Amerikaner mit einer europäischen Ordnung zu tun haben, interessierte den Philosophen nicht. Da stellte ihm der listige Fuchs Michnik eine Falle und fragte ihn, warum man denn in Westdeutschland nach 45 so wenig über den Stalinismus gesprochen hätte. Habermas, der 1988 das erste Mal in der DDR war und dann erst bemerkte, was andere schon 1953 verstanden hatten, musste zugeben, dass er sich mit dem Totalitarismus in seiner stalinistischen Ausprägung nicht beschäftigt hatte. Der antifaschistische Kampf gegen Adenauers Antikommunismus war ihm wichtiger.</span></p>
<p class="Normal tm6"><span class="tm7">Die intellektuellen Nachkriegsversäumnisse machen sich jetzt unangenehm bemerkbar. Viele glauben noch immer, die Grünen seien eine Partei. Es ginge Ihnen doch um das Gute und die Demokratie, nur bei den Mitteln würden sie gelegentlich spätpubertierend etwas über die Stränge schlagen. Weit gefehlt: Die lange erfolgreiche Fassade der schrulligen, aber politisch harmlosen Ökopaxe hat inzwischen deutliche Risse bekommen. Das strukturierte Vorgehen zur Aushöhlung der Demokratie wird in Umrissen erkennbar. Die Grünen orientieren sich seit ihren Anfängen an Lenins Avantgarde Konzept. Sie beanspruchen für sich die führende Rolle einer Vorhut, die eine ganze Gesellschaft ohne vorher deren Einwilligung eingeholt zu haben, mobilisieren, transformieren und in Richtung neues Paradies bewegen will, was nur funktionieren kann, wenn sie von Orwell’schen Schweinen, die gleicher sind als andere, dazu angeleitet und Abweichler konsequent vernichtet werden.</span></p>
<p class="Normal tm6"><span class="tm7">Dazu muss man gewisse Schalthebel der Macht besetzen. Zu Lenins Zeiten genügte eine skrupellose bewaffnete Minderheit, die zum rechten Zeitpunkt eine legitime Regierung verhaftete, den Verfassungskonvent auflöste und mit einer Geheimpolizei Terror verbreitete. Aus dem Scheitern der RAF zogen die links-grünen Neo-Stalinisten den Schluss, dass man im entwickelten Westen dezenter vorgehen müsse. Das mit der Revolution hatte ja schon 1918 nicht geklappt. Man gab den bolschewistischen Putsch nicht auf, verlegte sich aber auf Mittel, die auf der Zeitachse gestreckt und auf den ersten Blick nicht als gewaltsam und kriegerisch erkennbar waren, obwohl sie den gleichen Zweck verfolgten. Über die Unterwanderung des ÖRR wurde bereits ausführlich berichtet, konzentrieren wir uns auf Behörden. Der <a href="https://apollo-news.net/der-kramer-komplex/" target="_blank" rel="noopener">Fall des Thüringer Verfassungsschutzes</a> kann exemplarisch herangezogen werden.</span></p>
<p class="Normal tm6"><strong><span class="tm9">Deutsche Behörden: Zwischen Putsch und Widerstand</span></strong></p>
<p class="Normal tm6"><span class="tm7">Man setze einen Gesinnungsfreund an die Behördenspitze. Wie bei der Kollegin aus dem Völkerrecht sind selbst rudimentäre berufliche Qualifikationen nebensächlich und werden durch erhöhten Gesinnungseifer mehr als wett gemacht, der künftig dafür sorgt, dass disziplinarisch nach innen Angst und Verunsicherung verbreitet werden. Niemand soll sich mehr sicher fühlen. Nach außen wird unter dem Deckmantel einer neutralen, korrekten und rechtsstaatlich einwandfreien Behördenarbeit die Propaganda der bereits unterwanderten Medien mit entsprechenden Gutachten und wohlfeilen Formulierungen („gesichert rechtsextrem“) unterfüttert. Es dauert, bis das Schmierenstück in der Breite der Medienkonsumenten angekommen ist, zumal es von den meisten begierig aufgegriffen wird, weil es bestätigt, was sie ohnehin schon immer zu wissen glaubten. Das hat nicht nur den Effekt, dass man dadurch ein weiteres Standbein hat, um die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Der wichtigere Effekt betrifft die Mühlen der Justiz, die bekanntlich langsam mahlen. Wie die Bolschewisten die Macht erobert haben, gehört gewöhnlich nicht zu den Curricula einer juristischen Standardausbildung. Die meisten Juristen gehen daher noch davon aus, dass Stellungnahmen, die aus Behörden kommen, politisch neutral und rechtsstaatlich korrekt erarbeitet wurden. Sie werden, versehen mit dem Heiligenschein staatlicher Tätigkeit, ungeprüft übernommen, ihr Propagandazweck und Einsatz als Kriegsgerät bleiben verborgen. Massenhaft werden die Richter so zu nützlichen Handlangern einer sozialistischen Aushöhlung der Gewaltenteilung und merken nicht einmal, an welch langer Leine sie gerade hängen. Das Gros der Richter hatte sich nach 45 mehr mit der Sicherung von Beamtenstatus und -Pension beschäftigt als mit der Frage, wann und warum sie auf die schiefe Bahn gerieten. Was heute politisch längst als Hochverrat einzustufen wäre, kann strafrechtlich nicht einmal angemessen belangt werden, weil der Hochverrats Paragraf noch von einem gewaltsamen Umsturz mit bewaffneten Kräften ausgeht. Ein Parlament, das mehrfach ohne Not den Notstand verhängt, wird sich für die Freiheit nicht ins Zeug legen. Es würde daher Sinn machen, sich daran zu erinnern, warum und wie die Amerikaner in den Nürnberger Prozessen „Verschwörung“ ins Spiel brachten, ein Begriff, der wie Hochverrat ein ähnliches Ziel verfolgt, aber deutlich unkriegerischer und mehr im Hintergrund auf leisen Sohlen daherkommt. Bekanntlich blieb auch die Weimarer Verfassung im Dritten Reich innerlich völlig ausgehöhlt, rein formal aber in Kraft.</span></p>
<p class="Normal tm6"><span class="tm7">Das RKI-Leak hat die Illusion neutraler Behörden nachhaltig enttäuscht. Es wird allerdings dauern, bis die Konsequenzen auch beim letzten Provinzgericht angekommen sind. In der Zwischenzeit gilt es, jene Helden zu stützen, die sich aus klassisch preußischer Beamtentradition einem Missbrauch widersetzen. In der ersten Phase war es ein Stefan Kohn, Referatsleiter im Innenministerium, der den Corona Fehlalarm publik machte und sofort von Herrn Seehofer suspendiert wurde, es war ein Familienrichter Dettmar, der für das Kindeswohl eintrat und kürzlich in einem höchstrichterlichen Schandurteil dafür verurteilt wurde und es war ein Grundschulleiter, der die Maskenpflicht für seine Schüler remonstrierte und von Brandenburgs Kultusministerin sofort suspendiert wurde. Auf meine erboste Email schickte mir die damalige Ministerin, zugleich Ehefrau von Olaf Scholz, auf dem Wege der Bremer Amtshilfe frühmorgens drei Polizisten ins Haus, die mich mit einer Gefährderansprache einschüchtern sollten. Auf die Frage, wo denn die Sprengstoffgürtel seien, reagierten die Polizisten verständnislos. Zeit also, umzudenken: der Hochverrat kommt nicht mehr als Militärputsch und mit Attentaten daher, sondern aus den Spitzen weisungsabhängiger Behörden.</span></p>
<p class="Normal tm6"><span class="tm7">Heute sind es die anonymen Whistleblower und die zahlreichen </span><em><span class="tm10">kleinen Leute</span></em><span class="tm7"> die nach dem Motto <em>„B</em></span><em><span class="tm10">estrafe einen, erziehe Tausend“</span></em><span class="tm7"> unsere Aufmerksamkeit und Sorge wecken sollten. In Polen hatte sich schon im Vorfeld der Solidarność 1976 das Komitee zur Verteidigung der Arbeiter (KOR) gegründet, um Landsleuten, die mit dem übergriffig repressiven Staat in Konflikt gerieten, sowohl rechtlich als auch finanziell unter die Arme zu greifen. Ein Vorbild auch für uns?</span></p>
<p>=======</p>
<p>Publiziert auf: <a href="https://reitschuster.de/post/zwischen-hochverrat-und-preussentum/" target="_blank" rel="noopener">Boris Reitschuster</a>, <a href="https://www.dersandwirt.de/hochverrat-und-preussentum/" target="_blank" rel="noopener">Der Sandwirt</a>,</p>
<p>The post <a href="https://www.hannah-arendt.de/2024/12/die-verschwoerung-2/">Die Verschwörung</a> first appeared on <a href="https://www.hannah-arendt.de">Hannah Arendt - Der Sinn von Politik ist Freiheit</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Das Ende der Verklärung - Teil 1: Die Verliebten</title>
		<link>https://www.hannah-arendt.de/2024/12/das-ende-der-verklaerung-teil-1-die-verliebten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Peter Levin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Dec 2024 09:30:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Antifaschismus]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche und Juden]]></category>
		<category><![CDATA[Hannah Arendt]]></category>
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		<category><![CDATA[Welt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Hommage an Henryk M. Broder und seine Geburtsstadt Kattowitz In Kattowitz ist nicht nur Henryk M. Broder, der Herausgeber der Achse des Guten – Gott möge sein Haupt vor den Strahlen des Wahnsinns schützen - geboren. In Kattowitz kam... <a class="more-link" href="https://www.hannah-arendt.de/2024/12/das-ende-der-verklaerung-teil-1-die-verliebten/">Weiterlesen &#8594;</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3 class="Normal tm6"><span class="tm7">Eine Hommage an </span><span class="tm7">Henryk M. Broder und seine Geburtsstadt </span><span class="tm7">Kattowitz</span></h3>
<p class="Normal tm6"><span class="tm9">In </span><span class="tm9">Kattowitz ist nicht nur Henryk M. Broder, der Herausgeber der Achse des Guten – Gott möge sein Haupt vor den Strahlen des Wahnsinns schützen - geboren. In Kattowitz kam auch der polnische Papst Karol Wojtyla zur Welt und erwarb dort seinen freiheitlichen Charakter. Und in Kattowitz startete </span><span class="tm9">Greta Thunberg ihre internationale Panik-Show. Beim Treffen der </span><span class="tm9">Propheten und Profiteure des Untergangs war auch Al Gore als Prototyp des Politikers und Katastrophen-Wissenschaftler dabei. Das war im Dezember 2018 und ein Jahr später lief schon die nächste Panik-Show, in der das Zeitalter der Verklärung zu Ende geht. Es gab Ankündigungen und wir wussten natürlich, dass das Herz vieler Klima-Aktivisten nicht nur für Mutter Erde schlug, sondern auch für ihre eigene, totalitäre Machtergreifung. Daher war es nicht Gretas </span><span class="tm9">Herz für Gaza, die das Ende der Verklärung einläutete, sondern </span><span class="tm9">die Freude der Klima-Aktivisten am Zerstörungswerk der globalen Politik der Pandemie. </span>Ausgerechnet in Kattowitz wurde dieser Zeitenwandel angekündigt. „Katowice for a change“ heißt die Werbekampagne der polnischen Stadt, der historischer ausfstieg ganz im Zeichen der Kohle stand: Mal was Neues - Kattowitz!</p>
<p class="Normal tm6"><strong><span class="tm10">Die Verliebten </span></strong></p>
<p class="Normal tm6"><span class="tm9">Irgendwo müssen wir die zu Ende gehende Geschichte beginnen lassen und ich setze mit dem Jahr 1964 ein, das den Gipfel der Nach-Kriegs-Euphorie durch Kinderreichtum markiert hat. John F. Kennedy wurde im November 1963 ermordet und die Gemüter brauchten Leichtigkeit und Frohsinn, schrille Farben und Feuerwerk. Das neue Jahr begann mit der deutschen TV-Premiere von „Dinner for One“. Verliebt war diese Generation in die Beatles und Schlager, die das Leben feierten. Nach fast 20 Jahren konzentrierter Schaffenskraft und sachlicher Rechtschaffenheit waren die Menschen offen für intensive Gefühle, auch für die Liebe. Ihr Lieblingstier war der Schmetterling, der für Wiedergeburt und für globale Effekte lokaler Bewegungen stand. Mit Edward Lorenz‘ Chaostheorie wurde dieses geflügelte Insekt zum Sinnbild der guten und schönen Ordnung („butterfly attractor“). Kein Wunder also, wenn in dieser Zeit auch die marginalsten Befreiungsbewegungen, von Che Guevara Im Westen bis zur PLO im Nahen Osten, auch ihre Anziehungskraft (Attraktion) entwickelten. Die Befreiung des nahe gelegenen Ostens, der Länder des Ostblocks, lag dieser Generation vergleichsweise fern. Kattowize kannten vor allem die Flüchtlinge aus dem Osten. Die revolutionären Subjekte dieser Generation kämpften in den Entkolonialisierungskriegen auf der ganzen Welt. Ihr katastrophales Subjekt war eine neue Kategorie, um die sich bis dahin kaum jemand gekümmert hatte: „die Menschheit“.</span></p>
<p class="Normal tm11"><span class="tm9">Ich schlage vor, die letzten beiden Generationen als </span></p>
<p class="Listenabsatz tm12"><span class="tm13">- die Verliebten (1964 bis 1994) und </span></p>
<p class="Listenabsatz tm12"><span class="tm13">- die Verklärten (1994 bis 2024)</span></p>
<p class="Normal tm11"><span class="tm9">zu bezeichnen. Die Generation der Verklärung tritt gerade von der öffentlichen Bühne ab und es wird spannend zu sehen, ob die nächste Generation mit enttäuschtem Desinteresse reagiert, oder ob sie den Mut aufbringt, das Bröckeln des Heiligenscheins willkommen zu heißen. Gerade weil der äußere Glanz der Verklärung erlischt, kann in einer momentanen Verdunkelung wieder Selbstaufklärung als innere Erhellung entstehen. Falls Ihnen, liebe Leser, diese Sprache zu religiös oder blumig daherkommt, gebe ich zu bedenken: Verstehen Sie den Wahnsinn der Wirklichkeit noch mit den Mitteln des normalen Menschenverstands oder der natürlichen Wissenschaftlichkeit – also durch Lernen aus Erfahrung? Ich komme hier täglich an Grenzen und greife deshalb auf fundamentale Worte zurück, die mir noch geeignet erscheinen, die Realität zu beschreiben: Liebe und Hass, Hoffnung und Enttäuschung, Mut und Gefahr, Kairos (Glücksmoment) und Katastrophe, Gastfreundschaft und Dankbarkeit, Verführung und Schuld, Böses und Dämonisches, Freund und Feind, Geburt und Tod. </span></p>
<p class="Normal tm6"><strong><span class="tm10">Die Zeit der Verklärung</span></strong></p>
<p class="Normal tm6"><span class="tm9">War die Studentenbewegung anfangs der 60er Jahre eine „letzte Liebeserklärung“ (Klaus Heinrich) an den Anspruch einer Universität, Selbstbestimmung mit der Selbstaufklärung der Gattung Mensch zu verbinden, versank sie spätestens ab 1967 in der Selbstverliebtheit. Der Anspruch auf Selbstaufklärung wurde als erster zu Grabe getragen. So konnte sich Verliebtheit nicht zur Liebe entwickeln und die Bewunderung schlug in Verklärung um. In der Verklärung hängen wir dem Objekt des Begehrens einen Heiligenschein an, der dann uns - von außen – erwärmt und anstrahlt. Dann können wir uns trotz innerer Leere für etwas begeistern und es fühlt sich an als ob wir selbst leuchten. Heute scheinen nur noch wenige, den Unterschied zwischen innerem Leuchten und äußerer Bestrahlung zu kennen. Aber dieser Unterschied wäre heute wichtig, denn wer von innen strahlt kann viel weniger durch Propaganda verstrahlt werden.</span></p>
<p class="Normal tm6"><span class="tm9">Früh bahnte sich in den Verliebten eine Wende in der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus an. Die noch in den Kinderschuhen steckende Beschäftigung mit den Verbrechen in den Zeiten totaler Herrschaft wurde zugunsten ökonomisch-marxistischer Theorien aufgegeben. Als Hannah Arendt 1964 bei Günter Gaus ihr <a href="https://www.youtube.com/watch?v=J9SyTEUi6Kw" target="_blank" rel="noopener">berühmtes Interview</a> gab, hatte die Auseinandersetzung mit der Erfahrung der Selbstabschaffung der bürgerlichen Mitte gerade erst begonnen. Die studentische Protestbewegung war aber schon dabei, ihre anti-bürgerlichen und anti-republikanische Liebäugelei in eine handfeste Schlagseite auszubauen. Arendt wusste aus eigener Erfahrung, wie leicht es den Nationalsozialisten gelang den republikanisch-demokratischen Widerstand einzuverleiben oder auszuschalten. Das bürgerliche Lager hatte 1932 „die sozialistische Entscheidung“ (Paul Tillich) für ein Bündnis gegen Selbstzerstörung verschlafen oder verweigert; die Anbiederung an die Kräfte des Nationalsozialismus und Internationalsozialismus hat sie nicht vor deren Terror bewahrt. </span></p>
<p class="Normal tm6"><span class="tm9">Die verliebte Generation flirtet heute immer noch mit den Kräften des Internationalsozialismus. Das hat – wie wir heute deutlich erkennen können - ihren Realismus und ihre Liebesfähigkeit sehr gestört. Enttäuschungen waren vorprogrammiert.</span></p>
<p class="Normal tm6"><span class="tm9"> </span><strong><span class="tm10">Erste enttäuschte Liebe</span></strong></p>
<p class="Normal tm6"><span class="tm9">Oft ist es die erste große Liebe, die eine Biografie prägt und die Verliebten hatten einen besonders schweren Anfang. Ihre erste große Liebe galt einem katastrophalen Subjekt, der Menschheit. Diese war eine Verführung und eine tickende Zeitbombe. Wer sich in sie verliebte, wurde in den Strudel lustvoller Selbstzerstörung gesogen. Die Menschheit galt damals als extrem suizidgefährdet. Das Ehepaar Anna und Paul Ehrlich veröffentlichte 1968 ein Buch über die explodierende Bevölkerungsbombe („The population bomb“), das die Faszination und Obsession dieser Generation mit der Menschheit auf den Punkt brachte. Die beiden hatten an Schmetterlingen geforscht und ihre Erkenntnisse auf die Menschheit übertragen. Paul war promovierter Insektenforscher an einer renommierten US-amerikanischen Universität. Bei der Recherche zu Annas akademischer Karriere begegnen wir einem heute wohlbekannten Phänomen: es findet sich fast nichts Handfestes, dafür aber eine lange Liste an staatsfinanzierten, politischen Gremien in denen sie aktiv war. Die Ehrlichs sahen nicht nur Afrika und Indien durch den Zuwachs menschlicher Subjekte in Armut versinken; Paul Ehrlich prophezeite zudem, dass die 7-Millionen-Stadt London im Jahr 2000 verschwunden sein wird. Das provozierte den Ökonomen Julian Simon. Dieser schlug eine <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Simon–Ehrlich_wager" target="_blank" rel="noopener">Wette</a> vor, die Ehrlich annahm und auf ganzer Linie verlor. Simon widersprach Ehrlichs Unterstellung, dass sich der Preis für wichtige Grundelemente der industriellen Produktion massiv verteuern werde. Simons Vorhersage war: vorausgesetzt es gibt keine staatlichen Preiskontrollen, werden diese Materialien billiger, nicht teurer. Tatsächlich waren 10 Jahre später die Weltmarktpreise für Kupfer, Chrom, Nickel, Zinn und Wolfram gefallen und die Stoffe im Durchschnitt um mehr als ein Drittel billiger. Wer nun denkt, dass Simon durch seine Wette zum Millionär oder zumindest zum Wirtschaftsberater der Regierung ernannt wurde, hat die Zeichen der damaligen Zeit nicht mitbekommen. Wissenschaftler, die korrekte Vorhersagen machen, haben zwar die Grundlagen ihres Faches verstanden, eignen sich aber nicht so sehr für politische Kampagnen und für die Politisierung ihrer Wissenschaft. Das zeigt die Karriere von John Haldron, dem späteren Co-Autor von Paul Ehrlich. Dieser war aus der Astronautik in die irdischen Gefilde der sexuellen Reproduktion der Gattung gewechselt. Dieser ungewöhnliche Sprung aus der kalten Ruhe und Einsamkeit des menschenleeren Kosmos ins laute Gewimmel einer zeugungsfreudigen Menschheit wurde entsprechend belohnt. Zuerst war Haldron Wissenschaftsberater bei Präsident Clinton, dann „Wissenschafts-Zar“ </span><span class="tm9">(Director of the Office of Science and Technology Policy) bei Präsident Obama. Wer politisch genehme Wissenschaft produziert, bekommt politische Posten zugeschoben. Haldron wurde dabei noch nicht einmal zum Fallstrick, dass er in den 70ern mit Ehrlich zusammen allzu laut über die Durchsetzbarkeit der wünschenswerten Ein-Kind-Politik, über Sterilisation durch Trinkwasser und über Zwangs-Adoptionen und Zwangs-Abtreibungen nachgedacht hat. Wenn die Wissenschaft die Welt retten soll, darf sie eben nicht zimperlich sein. Sie muss dem Sog in </span><span class="tm9">die lustvolle Selbstzerstörung auch gegen bessere Einsicht und den Einbruch der Realität nachgeben. </span><span class="tm9">London steht immer noch, die Armut nahm in den letzten 40 Jahren deutlich ab, während die Menschheit weiter zunahm.</span><span class="tm9"> Die Verliebten waren vom Objekt der Begierde (der Menschheit) enttäuscht und reagierten wie Verliebte das eben tun, wenn Hingabe und Liebe zurückgewiesen wird. Sie zetern, jammern, klagen und klagen an, bashen und stalken.</span></p>
<p class="Normal tm6"><strong><span class="tm10">Das katastrophale Subjekt wird revolutionär</span></strong></p>
<p class="Normal tm6"><span class="tm9">Zum Glück für die Enttäuschten stand der selbstmörderischen Menschheit das Selbstbestimmungsrecht der Völker zur Seite. Die unterdrückten Völker der Erde wurden zur Rettung der Menschheit angerufen. Sie sollten die hemmungslose Selbstverwirklichung der Einzelnen, die Befreiung vom Kolonialismus und die Selbsthemmung der sexuellen Reproduktion der Gattung verbinden. Das war möglich, indem das katastrophale Subjekt revolutionär wurde. Katastrophal und revolutionär – das ist harter Tobak und gelang nur wenigen. In dieser Zeit begann die Verklärung, und der Terror.</span> <span class="tm9">Die erzwungene Entschärfung der Populationsbombe fand ihre Entsprechung im Selbstmordattentat für die Selbstbestimmung der Völker. Das Selbstmordattentat wurde zum </span><span class="tm9">Kennzeichen der verliebten Generation. Es ist eine sinnlose Zerstörung und Selbstzerstörung mit einer einfachen aber zynischen Botschaft: Wenn die Verdammten dieser Erde sich schon nicht selbst retten können mögen sie wenigstens den Planeten von ihrer störenden Anwesenheit befreien. Oder dann wieder ganz praktisch im terroristischen Befreiungskampf: Da wir euch sowieso ins Meer treiben, könnt ihr auch aufhören euch zu vermehren. </span></p>
<p class="Normal tm6"><span class="tm9">Immer wieder gibt es Hinweise auf eine deutsche Besonderheit was die Radikalität des katastrophalen Subjekts angeht. Offenbar gehört es auch zum nationalen Charakter beim Selbstmord Unbeteiligte mit ins Verderben zu ziehen. Der Anlass zur Vergemeinschaftung in der Selbstzerstörung kann neben der Weltrettung auch die individuelle Depression sein. Die sicherste Fluggesellschaft der Welt ist offenbar nur so sicher wie der depressivste ihrer Piloten. Warum jemand in seinem Elend gleich das voll besetzte Flugzeug mit in den Abgrund nimmt, bleibt ein zu verstehendes Rätsel.</span></p>
<p class="Normal tm6"><strong><span class="tm10">Das Lächeln der Kinder und die Selbstreproduktion der Gattung</span></strong></p>
<p class="Normal tm6"><span class="tm9">Oft wurde </span><span class="tm9">das Selbstmordattentat - </span><span class="tm9">angesichts der Abwesenheit realer Strategien und erreichbarer politischer Ziele </span><span class="tm9">– zur Fortsetzung des Befreiungskampfes als Bevölkerungspolitik. Es geht beim Selbstmordattentat nicht darum, eine bestimmte Forderung durchzusetzen. Es geht darum, den Gehassten die Lust und die Freude am Leben und - stellvertretend dafür - am Kinderkriegen und Kinder groß ziehen, zu nehmen. Die Logik ist allen Eltern klar: So viel Aufwand und Einsatz, um Kinder auf die Erde und ins Leben zu bringen; all das, um dann zu spüren, dass andere das eigene Glück so sehr stört, dass ihnen alle Mittel recht sind, einem das Leben zu vermiesen.</span></p>
<p class="Normal tm6"><span class="tm9">Die diversen </span><span class="tm9">Palästina-Befreiungs-Organisationen liefern hier anschauliche Beispiele. Sie wollten den Juden in Israel und auf der ganzen Welt das Leben so schwer machen, dass sie das tun was sie selbst als die größte Katastrophe empfinden, die eigene Heimat verlassen. Da ihre militärische Stärke die direkte Konfrontation nicht zuließ, wählten sie Angst und Schrecken. Der Terror im eigenen Haus sollte </span><span class="tm9">den Israelis die Lust an der Erhaltung des Hauses und an der Reproduktion nehmen. Jene, die beim Anblick des Lächelns ihrer Kinder schon glücklich sind, müssen aushalten, dass Eltern bereit sind, das Lächeln ihrer eigenen Kinder dafür ein zu tauschen, anderen die Freude am Kinderkriegen zu vermiesen. </span></p>
<p class="Normal tm6"><span class="tm9">Die Steigerung des Terrors im Selbstmordattentat</span><span class="tm9"> signalisiert die Bereitschaft des revolutionär-katastrophalen Subjekts sich selbst zu opfern, um den anderen das Überleben zum Albtraum zu machen. Kaum ein Volk verkörpert das katastrophale Scheitern dieses Versuchs dramatischer als die Palästinenser. Heute, 60 Jahre nach der Gründung der Palästina-Befreiungs-Organisation (PLO) ist das Gegenteil von dem eingetreten was die PLO angestrebt hatte. Das Leben der meisten Palästinenser ist ein Albtraum. Israel ist das geburtenreichste Land (3,5 Kinder pro Frau) der westlichen Welt; es strotzt vor Lebenswille; während jeder getötete, junge Soldat in den israelischen Medien mit vollem Namen und Siegerlächeln gezeigt wird, ist die PLO vergreist und die jungen, palästinensischen Männer kämpfen und sterben namenlos und maskiert im Tunnel. Von außen betrachtet: Für welches Land will ein junger Mensch leben und sterben? Jede Anstrengung, jeder Kampf und jede Armee braucht ab und zu das Schild: Mission accomplished! (Mission erfüllt!). Was aber ist die Mission der Palästina-Befreiungs-Organisationen? Die PLO wurde 1964 auf Druck arabischer Staaten gegründet und ihre Mission war von Anfang an fragwürdig: Wer sollte eigentlich befreit werden? Sollte die PLO eine Volksgruppe befreien, deren Mehrheit in den arabischen Staaten lebte? Sollte die PLO, die von Ägypten und Jordanien besetzten Gebiete (Gaza, West-Jordan-Land) befreien? Oder sollten die PLO die „Befreiung“ des gesamten Mandatsgebietes Palästina von Juden erwirken, also die 1948 von den arabischen Nationen vermasselte Zerstörung Israels erneut versuchen? </span></p>
<p class="Normal tm6"><span class="tm9">1964 ist lange her und manche der arabischen Geburtshelfer von damals distanzieren sich von ihrer eigenen Kreation. Kein Wunder, denn die Geburtsfehler von 1964 haben sich inzwischen zur häufigsten, nicht-natürlichen Todesursache entwickelt. Die Geschichte der PLO zeigt exemplarisch, wie die selbstverliebte Umdeutung der eigenen Geschichte zum Befreiungskampf eine ganze Generation und Region in den Abgrund ziehen kann. Das gilt insbesondere dann, wenn das Böse immer nur im Anderen zu finden ist und dadurch die Fähigkeit zur Politik und zum Kompromiss gänzlich auf der Strecke bleibt. Und sie zeigt auch die Bedeutung hoher Geburtenraten und der damit einhergehenden Geschlechterbeziehung in einem Freiheitskampf, der bereit ist die kommende Generation zu opfern. Nach 60 Jahren haben wir eine „explodierende Bevölkerungs-Bombe“ im doppelten Sinne. Über 50% der Bewohner von Gaza und der Westbank sind unter 20 Jahre und haben kaum eine Aussicht auf ein normales Leben mit Kindern. Die Bereitschaft der Führung und Anhängerschaft die eigenen Söhne als Selbstmord-Bomben oder als „Bombenfutter“ zu verheizen, wäre aber ohne die hohe Geburtenrate nicht zu halten.</span></p>
<p class="Normal tm6"><span class="tm9">Die Geschichte der Palästinenser ist ein trauriges Beispiel für die ideologische Erbarmungslosigkeit, mit der diese Generation ihre eigenen Kinder für edle Ziele verkauft. Eine Kritik dieser Bereitschaft, die eigenen Leute selbst für kurzfristige Erfolge zu verheizen, ist nahezu unmöglich. Wer Selbstmord als Politik öffentlich kritisiert, ist entweder übermütig oder suizidal. Durch die Verklärung der Selbstmörder zu Märtyrern in den islamistischen Nachfolge-Organisationen, der Hamas und des Palestine Islamic Jihad (PIJ), ist die öffentliche Diskussion dieser selbstzerstörerischen Politik praktisch unmöglich. Gewalt und Terror ohne Politik hat auch im Falle der PLO dazu geführt, dass das zu befreiende Subjekt (die Palästinenser) zu den bedauerlichsten Objekten der Geschichte des 21. Jahrhunderts geworden sind. Sie bringen sich selbst und jenen, die sich für sie einsetzen kein Glück. Heute wissen die arabischen Regierungen der Region aus eigener Erfahrung: palestinians are bad luck. Die Invasion Israels durch den arabischen Widerstand (Hamas) hat dazu geführt, dass heute (Dezemebr 2024) die arabischen Nationen kaum noch etwas zu melden haben, wenn es um die Zukunft der Region geht. Im Moment sieht es so aus, als würden die drei nicht-arabischen Nationen im Nahen Ostens den Ton angeben: Iran, Türkei, Israel.</span></p>
<p class="Normal tm6"><strong><span class="tm10">Terror und Gastfreundschaft </span></strong></p>
<p class="Normal tm6"><span class="tm9">Zuerst hat die PLO es sich mit ihrem Gastgeber Jordanien verdorben und wurde rausgeworfen. Den Staat der nächsten Zufluchtsstätte (Libanon) hat sie destabilisiert und musste sich daher 1982 erneut eine neue Bleibe suchen. Als der Anführer des Befreiungskampfes, Jassir Arafat, </span><span class="tm9">1990 Saddam Hussein umarmte, nachdem dieser gerade seinen arabischen Nachbarn und vielfachen PLO-Unterstützer in Kuwait überfallen hatte, deportierte Kuwait nach dem Abzug der irakischen Armee kurzerhand die in Kuwait lebenden Palästinenser. Von den ca 400.000 Palästinensern, die vor dem Überfall 1990 in Kuwait lebten waren am Ende kaum noch 20.000 übrig. Ein Massenexodus und eine Deportation - 200.000 in einer Woche. </span></p>
<p class="Normal tm6"><span class="tm9">Die PLO brachte den Palästinensern ebenso wenig Glück, wie ihren Asyl- und Gastgebern. Am Ende blieb ihr nur noch der verzweifelte Versuch, bei den Objekten ihres Befreiungskampfes selbst um Zuflucht zu bitten. Durch die Oslo-Verträge konnte die PLO (endlich?) bei ihren Schwestern und Brüdern in der Westbank und in Gaza ihren Platz finden. Aber selbst das war nicht vom Glück geküsst. Nachdem die PLO dann noch 2000/2001 den Glücksmoment eines maximalen Angebots der Israelis verpasste, verlor selbst das saudische Königshaus die Geduld und sprach aus, was viele dachten: Allah hat den Palästinensern die schlechtesten aller Politiker gegeben. Dem PLO-Hamas-PSJ-Kontinuum blieb dann wenig übrig, als beim schiitischen Erzfeind anzuklopfen. Inzwischen wird die sunnitische Hamas vorwiegend von der schiitischen Hisbollah und von der schiitischen Republik Iran unterstützt, die anderenorts Sunniten massakrieren, einfach weil sie als Sunniten Widersacher im Kampf um schiitische Dominanz sind. Das Massaker am 7. Oktober 2023 hat das Ende der PLO-Hamas-Ära besiegelt. Die Hamas wollte die „islamische Welle“ der Zerstörung von allen Seiten über Israel rollen lassen. Nur die Hisbollah war - mehr oder weniger und halbherzig - bereit, sich für den verlorenen Befreiungskampf selbst ins Elend zu stürzen. Das Ergebnis ist für die Palästinenser seit Jahrzehnten das Gleiche: Selbstzerstörung und Hoffnungslosigkeit. Auch die Schiiten wissen nun Bescheid und die Hisbollah hat erlebt was es heißt, beim Befreiungskampf der Palästinenser mitzumachen. Es könnte gut sein, dass auch sie in Zukunft einen Bogen um die ebenso revolutionären wie katastrophalen, palästinensischen Subjekte machen. Manche funktionalisieren das Leid der Palästinenser, im eigenen Land mag sie in der Region kaum noch jemand haben. Die Selbstverliebtheit und Verklärung ihrer Führer hat sie an den Rand des Abgrunds geführt. Nur bei den westlichen Linken und Grünen schlägt noch das „Herz für Palästina“ und herrscht Freude, Palästinenser ins eigene Boot und Haus zu holen. Nur geht das Boot, in dem sie gemeinsam sitzen, gerade unter. Das ist außerordentlich erstaunlich, denn es waren die Grünen, denen die Synthese von revolutionärem und katastrophalem Subjekt in unnachahmlicher Weise gelang.</span></p>
<p>Teil 2 veröffentlichen wir am nächsten Sonntag</p>
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			</item>
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		<title>Wir müssen jetzt radikal werden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Boris Blaha]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 May 2024 10:32:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Hannah Arendt]]></category>
		<category><![CDATA[Revolution]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="Normal tm5 tm6"><span class="tm7">Alles Nazis außer Mutti war gestern. Jene, welche noch vor Kurzem mit dem Finger auf jeden zeigten, der ihre Meinung nicht teilte, präsentieren sich nun selbst als direkte Nachfolger der revolutionären Bewegungen des zwanzigsten Jahrhunderts, was nicht weiter überrascht, denn jedem Kundigen war bewusst, dass Faschist und Antifaschist in ihrer imaginären Verklammerung zusammengehören wie zweieiige Zwillinge.</span></p>
<p class="Normal tm5 tm6"><span class="tm7">&nbsp;</span><span class="tm7">Wenn das Klima, wie seine Jünger nicht müde werden, uns täglich als apokalyptische Johannes Posaune ins Ohr zu pusten, immer extremer wird, muss kriegslogischerweise zur Bekämpfung dieser drohenden Urkatastrophe auf jene Gewaltexzesse zurück gegriffen werden, die dem „</span><em><span class="tm8">Zeitalter der Extreme</span></em><span class="tm7">“ den Namen gegeben haben.</span></p>
<p class="Normal tm5 tm6"><span class="tm7">Frau Prof. Hedwig Richter, die gerade mit Bernd Ulrich ein Buch unter dem Titel <em>„Demokratie und Revolution“</em> geschrieben hat und gelegentlich eine gewisse Leidenschaft an den Tag legt, sich mit decouvrierenden Sentenzen ins Gespräch zu bringen, äußerte kürzlich in einem taz Talk einen Satz, der es wert ist, erwähnt zu werden, weil er, wie oben schon angedeutet, eine neue Qualität markiert. Lassen Sie mich, bevor wir zur anstößigen Sache selbst kommen, zunächst den Rahmen erläutern, in dem das Ganze stattfand.</span></p>
<p class="Normal tm5"><strong><span class="tm6">Von der Vorsehung zur Maßnahme</span></strong></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm7">Die Gesprächsreihe der taz wird mit zwei Begriffen näher qualifiziert: Weiterdenken und Futur zwei. </span><span class="tm7">Weiterdenken wird als Königindisziplin eingeführt und soll einen wesentlichen Unterschied zur Geltung bringen, nämlich den zwischen den Weiter- und den Kürzerdenkern. Wenn wir statt Denken das Sehen einsetzen, handelt es sich um den Unterschied zwischen der Vorhut, die zur Auskundung vorausgeschickt wird und dem nachfolgenden Rest der Truppe. Schon an dieser Selbstbeschreibung lässt sich ablesen, dass die Voraussehenden den Anspruch erheben, den Kurzsichtigen die Richtung vorzugeben, in der sich die ganze Truppe zu bewegen hat. Je nach Intensität der Kriegführung kann denen, die falsch abbiegen oder gar desertieren ein unerfreuliches Schicksal blühen.</span></p>
<p class="Normal tm5 tm8"><span class="tm7">Das ganze hat also mit Demokratie wenig und noch weniger mit Denken zu tun, das, wie Arendt zu Recht vermerkte, immer ein Nach- und gerade kein Weiterdenken, bzw. Voraussehen ist. Wir können konstatieren, dass Weiterdenken nichts weiter ist, als die schwach verhüllte Umschreibung dessen, was bei Lenin die Avantgarde und später die führende Rolle der Partei hieß und in jeder ordentlichen sozialistischen Verfassung an prominenter Stelle zu stehen hatte.</span></p>
<p class="Normal tm5"><span class="tm7">Auch der zweite Begriff verweist in die gleiche Richtung: Futur zwei wird grammatisch mit der Formulierung erläutert: es wird gewesen sein. Das impliziert eine geistige Bewegung, die mehr rennt als denkt, denn man muss ganz schnell nach ganz weit vorne rennen, sehen was ist und dann ganz schnell wieder zurück rennen, um den daheimgebliebenen Kurzsichtigen das Ergebnis dieser fantastischen Reise noch ganz außer Atem mitzuteilen. Es versteht sich von selbst, dass bei dieser ganzen Rennerei für die gegenwärtige Lage keine Zeit bleibt.</span></p>
<p class="Normal tm5 tm8"><span class="tm7">Die Sache nun, um die es in genau dieser Gesprächsrunde zu </span><em><span class="tm9">Klimakrise und Öko-Revolution</span></em><span class="tm7"> gehen soll, wird vom Moderator mit einer Feststellung von Karl Lauterbach eingeleitet, der nicht etwa als geltungssüchtiger Panikprophet, sondern seriöser Zeitdiagnostiker mit dem Satz vorgestellt wird. „Alle Versuche, die Klimakrise so zu kommunizieren, dass sich genug ändert, sind bisher gescheitert.“ Damit ist das Problem ausreichend umschrieben. Nachdem an der Grundlage selbst keine weiteren Zweifel erlaubt sind, geht es um die Frage, wie man Menschen zu etwas zwingen soll, das sie nicht bereit sind, von sich aus zu tun. </span></p>
<p class="Normal tm5 tm6"><strong><span class="tm7">Vom Parteiensystem zur Revolution</span></strong></p>
<p class="Normal tm5 tm6"><span class="tm7">Frau Prof. Hedwig Richter positionierte sich dazu mit der Aussage, dass die Konsequenzen, die man nach dem Krieg aus dem Nationalsozialismus gezogen hätte - den Stalinismus erwähnte sie nicht - heute hinderlich wären und über Bord geworfen werden müssten. Man müsse heute an die revolutionäre Radikalität von damals wieder anknüpfen. Anders könne man die widerspenstige Bevölkerung nicht von ihrer zerstörerischen Normalität abbringen und auf eine heilsgewisse Linie zwingen. Sekundiert wurde sie von Bernd Ulrich, dem ehemaligen stellvertretenden Chefredakteur der Wochenzeitung DIE ZEIT, der zu bedenken gab, dass das realpolitische Vorgeplänkel der Grünen erkennbar gescheitert sei und man jetzt wieder auf den fundamentalistisch-revolutionären Kern umschalten müsse. Damit ist die geplante Marschrichtung: bolschewistischer Putsch. Natürlich distanziert man sich scheinheilig gegenüber der Anwendung von Gewalt, um dann, wie es im Deutschen Herbst in gewissen Kreisen üblich war, insgeheim begeistert zu klatschen, wenn es wieder einen Repräsentanten des Schweinesystems erwischt hatte. „Wo immer die Lebensnotwendigkeiten sich in ihrer elementar zwingenden Gewalt zur Geltung bringen, ist es um die Freiheit einer von Menschen erstellten Welt geschehen“ formulierte Arendt als Konsequenz der Erfahrung der europäischen Revolutionen, die im Terror endeten.</span></p>
<p class="Normal tm5 tm6"><span class="tm7">Wer in Erwägung zieht, mit den Grünen zu koalieren, sollte bedenken, dass mit der Absage an grüne Realpolitik auch die Frage Partei oder Bewegung entschieden wurde. Was eine linke Bewegung ausmacht, hat Ulrike Meinhof unmissverständlich klar gemacht: „was wir wollen ist die revolution. das heisst: es gibt das ziel - im verhältnis zu dem ziel gibt es keinen standpunkt, sondern </span><strong><span class="tm8">nur</span></strong><span class="tm7"> bewegung. […] standpunkt und bewegung schließen sich aus“ (letzte texte von ulrike).</span></p>
<p class="Normal tm5 tm6"><span class="tm7">Wer sich an Frau Richters Wort von der Suppenkasperfreiheit erinnert, wird zu fragen haben, wer denn hier der intellektuelle Suppenkasper ist, der aus der längst fauligen Brühe der Begründungsontologien sein bereits zigmal aufgewärmtes linkes Revolutionssüppchen kredenzen möchte. </span><span class="tm7">Mit ihren regressiv-vormodernen Fantasien von Allwissenheit und Allmacht wollen die grünen Weiterdenker sich zu denen gesellen, die Sloterdijk die Aktivisten des „guten Verbrechens“ nannte, eine illustre Gesellschaft, zu der er Lenin, Stalin, Hitler und Mao Zedong zählte. </span><span class="tm7">Die intellektuelle Notdurft dieser Nachtröpfler reicht deshalb gerade noch für die Pissrinne, womit nebenbei an merklich fehlende Stimmen wie Georg Schramm erinnert werden soll, dem wir diese unvergessenen Formulierungen für den Zeitgeist der Klofrauen verdanken.<br>
</span></p>
<p class="Normal tm5 tm6"><span class="tm7">Nachdem Gott als plausible zentrale Begründung weggefallen war, das metaphysische Subjekt und der Weltgeist keinen vollwertigen Ersatz lieferten, entstanden im 19. Jahrhundert die zahlreichen Versuche, im Bereich des Realen einen neuen Grund ausfindig zu machen, auf den sich alles Geschehen zurück führen ließe. Das war bei Marx die Geschichte, die bekanntlich eine von Klassenkämpfen sein soll, bei Darwin die Natur und heute muss das Klima jene Leerstelle füllen, für die die Sterblichen nach dem Verlust göttlicher Vorsehung noch keine politische Antwort gefunden haben, mit der sie ihre Ängste bei aufkommender Orientierungslosigkeit beruhigen könnten.</span></p>
<p class="Normal PageBreak"><span class="tm7">&nbsp;</span><span class="tm7">„Revolution und Demokratie sind gegensätzliche Begriffe“ schrieb Raymond Aron 1955 in </span><em><span class="tm8">Opium für Intellektuelle</span></em><span class="tm7"> angesichts der Begeisterung der Linken für Gewaltorgien im Namen revolutionärer Herstellung ganz neuer Normalitäten.</span></p>
<p class="Normal tm5 tm6"><span class="tm7">Dass es nicht nur einen Sinn von Revolution gibt, war Hannah Arendt an der ungarischen Revolution von 1956 aufgefallen. Diese hatte die eigentlich moderne Tradition der französischen und bolschewistischen Revolution unterbrochen und damit unwissentlich an die älteren politischen Revolutionen wie z.B. die niederländische wieder angeknüpft, was unter anderem daran lag, dass die Ungarn ihr Ungarn wieder haben und nicht ein Außenlager der Stalinisten werden wollten. Ich gehe wahrscheinlich nicht fehl in der Annahme, dass Arendt, die 1975 gestorben ist, auch die polnische und die baltischen Revolutionen in diesem Sinne beurteilt und geschätzt hätte. </span></p>
<p class="Normal tm5 tm6"><span class="tm7">In einem Interview, das vor wenigen Tagen erschienen ist, positionierte sich Hans-Georg Maaßen gegen die simplifizierende Rhetorik der Radikalität und plädierte für Verhältnismäßigkeit, Maß und Mitte. Das Interview endet mit dem Satz: Ich möchte mein Deutschland wieder zurück haben. Dem kann ich mich ohne wenn und aber anschließen.</span></p>
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<p><span class="tm7">taz Talk: <a href="https://taz.de/taz-Talk-mit-Hedwig-Richter-und-Bernd-Ulrich/!vn6008207/" target="_blank" rel="noopener">https://taz.de/taz-Talk-mit-Hedwig-Richter-und-Bernd-Ulrich/!vn6008207/</a></span></p>
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<p>Publiziert: Eine erste, etwas kürzere Fassung erschien auf <a href="https://www.achgut.com/artikel/radikal_fuers_klima" target="_blank" rel="noopener">Die Achse des Guten</a>, die längere auf: <a href="https://wir-selbst.com/2024/05/25/die-aktivisten-des-guten-verbrechens-wir-mussen-jetzt-radikal-werden/" target="_blank" rel="noopener">wir selbst</a>, <a href="https://www.tabularasamagazin.de/boris-blaha-vom-parteiensystem-zur-revolution/" target="_blank" rel="noopener">tabula rasa Magazin</a>, <a href="https://www.dersandwirt.de/aktivisten-des-guten-verbrechens/" target="_blank" rel="noopener">Der Sandwirt</a>,</p>
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</p><p>The post <a href="https://www.hannah-arendt.de/2024/05/radikal-fuers-klima/">Wir müssen jetzt radikal werden</a> first appeared on <a href="https://www.hannah-arendt.de">Hannah Arendt - Der Sinn von Politik ist Freiheit</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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