Huber­tus Kna­be (His­to­ri­ker): Sein von CDU (Moni­ka Grüt­ters) und Lin­ken (Klaus Lede­rer) betrie­be­ner Raus­schmiss als wis­sen­schaft­li­cher Direk­tor der Gedenk­stät­te Ber­lin-Hohen­schön­hau­sen war ekel­haft und wider­wär­tig – aber als frei­er Autor ist er für uns fast noch wich­ti­ger. Wer sei­ne Bücher über die Unter­wan­de­rung der Bun­des­re­pu­blik durch SED und MfS gele­sen hat, ver­steht, war­um er mund­tot gemacht wer­den soll.

Wolf­gang Sof­sky (Sozio­lo­ge): Von Haber­mas ist das Bon­mot über­lie­fert, dass er eine tie­fer gehen­de Beschäf­ti­gung mit dem Sta­li­nis­mus nicht für wich­tig hielt. Wolf­gang Sof­sky gehört neben Jörg Bar­be­row­ski, der eben­so hef­tig ange­fein­det wird, zu den weni­gen, die dem Ter­ror genau die Auf­merk­sam­keit geschenkt haben, die ihm zusteht, weil der Ter­ror laut Arendt das Wesen der bis dato unbe­kann­ten, tota­li­tä­ren Ord­nun­gen des 20. Jahr­hun­derts ausmacht.

Mar­co Gal­li­na (Löwen­blog): Eine ita­lie­ni­sche Stim­me, die so man­ches gera­de rückt, was die neue/alte deut­sche Her­ren­mo­ral aller Welt meint, vor­schrei­ben zu müs­sen. Hat­te nicht die erwei­ter­te Den­kungs­art etwas damit zu tun, von der Stel­le eines ande­ren aus wahr­neh­men und den­ken zu können?

Karl-Peter Schwarz (Kai­ros): Öster­rei­chi­scher Jour­na­list. Eine erfah­re­ne und klu­ge Stim­me aus Wien, lang­jäh­ri­ger Ost­eu­ro­pa Kor­re­spon­dent der FAZ.

Boris Reit­schus­ter: Einer der weni­gen, bei denen die Bezeich­nung Jour­na­list ange­mes­sen ist. Momen­tan ein Leucht­turm unab­hän­gi­ger Bericht­erstat­tung gemäß dem uralten Mot­to Hero­dots: Sagen was ist!

Alex­an­der Wendt: Her­aus­ra­gend ist sei­ne Fähig­keitkeit, den­je­ni­gen, die sich für Jour­na­lis­ten hal­ten, die Levi­ten zu lesen und zwar nach allen Regeln der Kunst. 

mul­ti­po­lar-maga­zin: her­aus­ge­ge­ben von Ste­fan Korinth, Paul Schrey­er und Ulrich Teusch; weni­ger Tages­ge­schäft, dafür gründ­lich recher­chier­te und sau­ber durch­buch­sta­bier­te Artikel.